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        <title>dasBrot - LK Version News</title>
        <description></description>
        <link>http://dasbrot.info/forum/</link>
        <lastBuildDate>Thu, 09 Sep 2010 06:35:29 +0100</lastBuildDate>
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        <item>
            <title>10 Gründe gegen Myspace</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/950</link>
            <description><![CDATA[
10. Massenphänomen<br />
9.Oberflächlich<br />
8. Voller Idioten (sog. "Menschen" -&gt; siehe Wikipedia)<br />
7. Konsum³<br />
6. Werbung kann ich auch in der Zeitung lesen<br />
5. Bands haben auch richtige Homepages<br />
4. Seine Freunde kann man auch anders erreichen<br />
3. Rupert Murdoch<br />
2. Rupert Murdoch<br />
1. Rupert Murdoch ist Tom
]]></description>
            <author>Hjalmar</author>
            <pubDate>Sat, 22 Mar 2008 00:43:47 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/950</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Pub....</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/949</link>
            <description><![CDATA[
9 Biere - 13.50€<br />
Gewürzgurken - 3€<br />
Blumentopfübertopf - 3€<br />
<br />
-Am nächsten Morgen aufwachen und merken, dass die Idee, den vollgekotzten Blumentopf einfach aus dem Keller Fenster zu schütten, nicht so gut war-<br />
Unbezahlbar
]]></description>
            <author>Hjalmar</author>
            <pubDate>Wed, 19 Mar 2008 13:28:27 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/949</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Erinnerung der Enttäuschung</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/924</link>
            <description><![CDATA[
Lange Zeit warst du mein Held.<br />
Derjenige an den ich geglaubt habe etwas bewirken zu können.<br />
Die Welt ändern zu können.<br />
Dann habe ich gemerkt, dass du doch nicht so stark bist wie du mir immer vorkamst.<br />
Eher klein für jemanden wie dich.Für jemanden der für seine Meinung eintritt und das mit lauter Stimme.<br />
Mit einer kräftigen Stimme.<br />
<br />
Lange Zeit warst du mein Held.<br />
Derjenige an den ich geglaubt habe etwas bewirken zu können.<br />
Die Welt ändern zu können.<br />
Dann habe ich gemerkt, dass du doch nicht so stark bist wie du mir immer vorkamst.<br />
Viel zu dunkel angezogen für jemanden der doch so viel Liebe und Leben in sich trägt.<br />
Oder war es einfach nur das Herz was du mir zeigtest?<br />
<br />
Jenes Herz welches kaputt ging als du liebtest?<br />
Als du geglaubt hattest richtig zu lieben?<br />
Als du meintest das passende Herz gefunden zu haben?<br />
<br />
Lange Zeit warst du mein Held.<br />
Derjenige an den ich geglaubt habe etwas bewirken zu können.<br />
Die Welt ändern zu können.<br />
Und jetz?<br />
Jetzt bist du es nicht mehr.Du hast mich enttäuscht.Ein seelisches Wrack.<br />
Helfen wollte ich dir.Zurückgewiesen wurde ich.<br />
<br />
Und jetz sitze ich hier, schaue dich an, feier mit dir, lache mit dir.<br />
Und erkenne, dass du es immer noch nicht geschafft hast.<br />
Immer noch das gleiche Wrack bist.<br />
Das gleiche Wrack welches keine Hilfe annimmt<br />
<br />
MJ
]]></description>
            <author>MaJule</author>
            <pubDate>Wed, 12 Dec 2007 19:46:34 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/924</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Was ich nicht mag</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/904</link>
            <description><![CDATA[
Stilisierte Blickweisen, die historische und geselschaftliche Situationen und Ereignisse hinter einem Schleier aus Kitsch, sogenannter Ehre und jede Menge Pathos verstecken.<br />
Von Hooligans bis hin zum neofaschistischen Missbrauch der nordischen Mhythologie, all diese Leute die&nbsp; ihren Lebensmittelpunkt auf einen Ball, eine Ideologie oder auf sonst irgendetwas Verklärtes und gänzich Verkitschtes legen, sind in meinen Augen weiter davon Weg ein Individuum zu sein als die Menschheit vom Frieden.<br />
<br />
Wer sein Leben einer Gruppe, egal welcher Größe, widmet, verschwendet unendlich viel Kostbarkeiten wie seinen Verstand an etwas was er oder sie nicht mal selbst erschaffen hat.
]]></description>
            <author>Hjalmar</author>
            <pubDate>Sun, 11 Nov 2007 20:12:34 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/904</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Alt werden</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/893</link>
            <description><![CDATA[
Ich war damals grade ein laufender meter da hast du mir ein boot gebaut. Ich konnte bei dir immer auflaufen, ob ich glücklich oder traurig war ich konnte alles mit dir teilen. Wir haben Flitzebögen gebaut und von dir hab ich damals mien erstes Messer gekriegt. Wir haben zusammen mein Fahrrad repariert. Bei dir war mein eigener Garten. Ich konnte immer kommen und es gab immer essen. Bei dir hab ich das erste mal geschossen. <br />
Mit der zeit bin ich alt geworden traurig verbittert. Ihr möchtet mich trotzdem. Du hast&nbsp; mir geschichten von früher erzählt, was ihr gespielt habt. Du hast mir vom Krieg und hunger erzählt. Wieder wurde ich älter ich kam nur selten aber immer gerne. Dein erster Schlaganfall ich war schrecklich traurig. Dir ging es nichtmehr so gut. Du hast dich mit meiner Mutter gestritten und mich trotzdem gemocht. Du und ich das war was. <br />
Es fing an zu bröckeln der traum war aus. es gingen noch ein paar jahre ins land ich wurde größer. Du warst immernoch für mich da. Du wurdest älter der Hund starb wir stritten uns öfter. Dein zweiter Schlaganfall ich war fast jeden tag bei dir im krankenhaus, du konntest nichtmehr gehen und wenn du gesprochen hast hat dich niemand verstanden. Ich hatte angst um dich, trotz allem Streits wir möchten uns. <br />
<br />
Dies jenes wir wurden uns nicht mehr einig. Heute gehe ich nichtmehr zu dir, es juckt mich immer wider&nbsp; mal vorbei zu kommen. Wenn ich bei dir vorbeifahre schaue ich in dein Fenster und frage mich wie es dir geht und habe Angst du du einsam stirbst. Mittlerweile stand ich schon öfters bei dir vor der Tür. Die Zeit ist vorbei nur du und ich das ist nicht mehr.<br />
Ich stecke mal wider voll in der Scheisse und du bist einsam. Mittlerweile habe ich Angst, Angst vor dir dein Leiden zu sehen, angst vor einem streit, zu sehen wie man dich auslacht. Manchmal sehe ich dich auf dem fahrrad dann sehe ich zu das ich verschwinde. Es tut mir weh wie du schwankend auf deinem Fahrrad unterwegs bist.<br />
Du bist schon vom Fahrrad gestürzt, ich habe es gesehen, dir geht es nicht gut, ich weiß es. Deine Augen sind&nbsp; traurig und du bist vom leben enttäuscht. Dein Sohn ist weg genau wie deine Tocheter jeder ist nur noch selten da und deine Freunde Sterben langsam weg. Dich zu sehen tut mir weh, wie du alt und einsam wirst. Beim Letzten mal wo ich bei dir war haben wir uns mal wieder im Streit getrennt. Du hast es doch selber erlebt Krieg, Hunger, Zwangsarbeit-Gefangenlager.Warum begreifst du nicht, so wie es war das geht nicht, das darf nicht.Ich liebe dich und sehe wie du langsam Krepierst. <br />
<br />
Je öfter ich&nbsp; jemanden sehe der alt ist, desto früher möchte ich sterben. Kann man heute noch mit würde altern ? im grunde verrottet man bei lebendigem Leib.
]]></description>
            <author>Jan</author>
            <pubDate>Tue, 25 Sep 2007 22:07:05 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/893</guid>
        </item>
        <item>
            <title>1t1f</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/890</link>
            <description><![CDATA[
<b>mechanical bodies</b><br />
You can see them dance<br />
Naked girls behind the glass<br />
fear and pain in their face<br />
Fighting for their live<br />
living in a little cage<br />
black eyes behing the fence<br />
tears are running down their body <br />
victimes of the sexploination<br />
&nbsp;<br />
<br />
bitte keine Diskussion über den inhalt.
]]></description>
            <author>Jan</author>
            <pubDate>Tue, 18 Sep 2007 20:46:34 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/890</guid>
        </item>
        <item>
            <title>? -.-</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/889</link>
            <description><![CDATA[
In der heutigen Gesellschaft, eine betont morderne, Stellt sich mir die Frage : " wie sehen diese Werte aus ? "Halbnackte "Diskoschlampen" und durchtrainierte gangster mit scharfen messern und stumpfen texten, reiche geschäftsmänner und kinder mit mehr geld als ein arbeitsloser, Migranten ohne geld und Dorfdeppen mit mehr gold im arsch als hirn im kopf, Stumpfe Parolen von rechts, Neonazis drohen offen mit der Wiederholung des Holocaust. Kein Kompromiss. Die Letzte Wahl ging um Abi oder arbeitslos und selbst die tätigkeit im FSJ wird nach bezahlung ausgesucht. Offizielle Gleichberechtigung, anti-diskriminierungs gesetz, Homosexuelle ehen, und bessere berufliche einstellungschancen für&nbsp; junge mütter. Das klingt ja schon alles sehr nett. Kinderarbeit ist verboten wir alle haben die wahl zwischen bund und zivi, an sich ist es doch eine schöne sache. Die Realität sieht anders aus.<br />
Die opferrolle haben grundsätzlich frauen und wenn einer schlägt ist es der Mann, Weshalb soll häusliche gewalt ein rein muslimisches Problem sein, wer der beiden Liebenden ist der Mann, wer der die Frau wer von beiden geht arbeiten und wer kümmert sich um die Kinder,&nbsp; weshalb darf eine Lehrerin kein Kopftuch tragen jedoch eine christliche Lehererin ein Kreuz, warum hängen überall in bayern Cruzifixe in den Schulen,&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; <br />
ist die Rechtssprechung wirklich unabhängig von religion und was macht das KSK in Afghanistan ? <br />
, wie sehen die modernen Antworten aus. Eine moderne Gesellschaft sollte sich doch im grunde genommen dadurch auszeichnen dass, sich die frage nach den Geschlechtern&nbsp; oder Herkunft erübrigt, Weshalb sollte eine Frau einen Mann nicht vergewaltigen können, wieso geht man bei jeder Schwangerschaft davon aus das SIE in den Mutterschutz geht und das sie&nbsp; ihre Kinder großzieht ? Warum sind lesben "geil" und&nbsp;&nbsp; Schwule abnormal ? Warum ist Jude immernoch ein Schimpfwort und weshalb ist die alles egal einstellung so falsch ? Weshalb mangelt es an erziehung und warum gibt es an den Schulen immer mehr Mobbing, wieso sind die jungendlichen so Frustriert und wie soll es weitergehen ? Die heutige Gesellschaft ist dort angelangt wo sie nazis vor über 62 jahren aufgehört haben. Eine Menge arbeitslose, der Staat hetzt gegen die linke und jeder wird überwacht. Mal wieder ist eine Minderheit in das Visier der gesellschaft geraten , mal wieder ist eine Religion im zielkreuz der Gesellschaft gelandet und die Freie Presse schreibt hasstiraden <br />
gegen den islam. National befreite zonen und dörfer nur mit deutschen so gings damals los und so läuft es auch heute von den dörfern in die Städte. Die Linke ja die Linke die verkümmert und zersplittert der extreme Flügel driftet ab unfähig etwas zu ändern verliert er jeden bezug zur Masse sie beginnt beinahe etwas wie einen eigenen Lifestyle zu entwickeln. Gewalt als aufschrei der Linken, vielleicht, Gewalt als zeichen der Resignation. <br />
Irgendetwas muss jeden wachrütteln. Musik erfahrungen Filme aber ohne all diese dinge wie musik oder filme die "rechts" sind würde das alles vergessen werden. Das leben steckt voller schöner neuer dinge da verdrängt man einiges nur viel zu leicht, die falschen dinge und genau das mus in die schädel wieder hinein irgendwas muss dich schockieren, sonst vergisst du wo die grenzen sind bzw hast du die grenzen vergessen,&nbsp; jemand muss es schonunglos sagen sonst wirst du langsam aber sicher abgestumpft und bemerkst nicht wie du dich an die abartigkeiten des menschen gewöhnst wie an ein schlechtes Bett oder mieses Essen. Die Brutalität und Die schrecken des holocaust werden niemals für mich begreifbar sein, Krieg und Hunger sind dinge die mir völlig fremd sind ohne Musik die diesen Schrecken darstellt und mich wachruft mich schockiert beschäftigt einen wütend oder traurig macht würden sie niemals so prängnant bei mir sein und die trotzdem angenehm ist, wäre mir wirklich alles egal.
]]></description>
            <author>Jan</author>
            <pubDate>Mon, 17 Sep 2007 22:50:06 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/889</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Bizarre Träume - Ableben und andere Schlafstörungen</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/875</link>
            <description><![CDATA[
Alles ist hell, keine Düsternis, keine Dunkelheit, keine Trostlosigkeit, alles so real:<br />
Der Mann der neben mir steht. Der Block vor dem ich kniee, auf den ich meinen Kopf lege.<br />
Ist das ein Traum?<br />
Der Stahl der rasend schnell meinen Hals durchtrennt, das warme Gefühl in meinem Kopf. Meine augen scheinen zu platzen, aber es tut nicht weh.<br />
Träume ich wirklich? Ist das mein Tod?<br />
Ich muss lächeln.<br />
Der Tod. Der, der alle kriegt.<br />
So schlimm find ich ihn nicht. Gar nicht mal so schlecht.<br />
Ich frag mich warum ich mich nicht aufrege. Naja. Es fehlen wohl die Enzyme. Da mein Kopf nicht auf dem Rumpf zu sitzen scheint.<br />
<br />
ich denke mir:<br />
"Mit diesem Gefühl lässt's sich leben" und wache auf.
]]></description>
            <author>Hjalmar</author>
            <pubDate>Sat, 18 Aug 2007 21:19:19 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/875</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Und ich lebe immernoch</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/872</link>
            <description><![CDATA[
Es gibt Tage, die sind einfach ein bisschen anders als die anderen Tage. Und, wie soll ich sagen, lest selbst was mir widerfahren ist, und ich schwöre bei Gott, es ist die Wahrheit.<br />
<br />
Der Tag beginnt, wie ein Urlaubstag zu beginnen hat: Lange schlafen (bis 14 Uhr), lecker Mittagessen, anschließend ein Stündchen PS2 daddeln und das ganze dann mit TV glotzen abrunden. Dann mache ich mich startklar (duschen, anziehen etc.). Heute sollte der Gitarrist von Ton Steine Scherben in der Wohnwelt auftreten, welchen ich mir angucken und hören will.<br />
Also, der eigentliche Tag beginnt. 19.30 Uhr bei Extra in Neustadt treffen (Nico, Lenard, Dennis, Josi, Thony und noch jemand, dessen Name mir gerade nicht einfällt). Wir kaufen Bier und Kekse, fahren in den Schlosspark, stellen dann erst fest, das wir Alufolie für die Shisha vergessen haben. Na ja, Josi fährt mit dem Fahrrad zum Griechen in der Innenstadt und besorgt welche. Ganz entspannt unterhalten wir uns, rauchen, trinken und essen Kekse. <br />
Um 22.10 Uhr lösen wir diesen Kreis der Entspannung auf. Ich fahre zum Bahnhof, um mit dem Zug nach Wunstorf zu gelangen, während die anderen sich auf den Weg zu McDonalds begeben.<br />
Im Zug treffe ich dann Bob. Wir unterhalten uns über Fahrräder und über Schuhe, wie es für Männer halt üblich ist. Er bietet mir ein Bier an. Becks.<br />
In Wunstorf steige ich aus. Die ersten drei Menschen, die mir in Wunstorf begegnen sind Polizisten mit ihren Hunden, welche einen Maulkorb tragen. Vom Bahnhof aus gehe ich zum Parkplatz und pisse an ein Auto, dann gehe ich in die Wohnwelt. Es ist 22.50 Uhr. Ich muss keinen Eintritt mehr zahlen. Ich gehe in die Wohnwelt, begrüße Luise, Alex sowie Tillmann und seine Freundin. Tillmann gibt mir ein Bier. Diesmal ist es kein Becks, dafür aber Wikkühler. Nach dem ich die Flasche gelehrt hatte gebe ich Tillmann ein Bier aus. Das tue ich weitere zwei mal. Ich merke, dass ich mittlerweile gut angesoffen bin. Die Musik ist echt gut, aber bereits eine halbe stunde nach meinem erscheinen packt der Sänger ein. Es läuft Techno. Ich stehe nun vor der Wohnwelt, trinke ein weiteres Bier und laber Katrin zu. Ich weiß nicht, ob ich Katrin vorher schon mal gesehen hatte, aber ich finde, dass sie verdammt gut aussieht. Ich erzähle ihr, dass ich in den Fischotter Verein eingetreten bin und versuche sie zu überreden, dass sie mit mir auf Ottertour geht. Das war, wie ich feststellen musste, ziemlich unangebracht, denn nun erzählt sie mir, dass sie da mal gearbeitet hat und den lieben langen Tag Otterscheiße entsorgen musste. Seitdem mag sie diese Tierchen nicht mehr. Naja, ein versuch war’s wert.<br />
Ich fange so allmählich an mir die Frage zu stellen, wie ich denn nach Hause komme. Es ist halb 2 Uhr und die letzte S – Bahn nach Eilvese war schon längst gefahren. <br />
Eigentlich wollte ich ja mit Timo reden. Das war neben dem Sänger von Ton Steine Scherben ein entscheidender Grund, warum ich nach Wunstorf gefahren bin. Aber eine Freundin von ihm sagt mir, dass er noch immer nicht gut auf mich zu sprechen ist.<br />
Und nun passiert was echt komisches: Ein Mann spricht mich an und sagt mir: „Wenn du willst, dann kannste noch mit zu mir kommen. Hier ist so langsam Feierabend, bei mir können wir weiter trinken. Ich wohne hier gleich um die Ecke.“ <br />
Diese Idee erschien mir recht schlüssig, es war echt nicht mehr viel los. Wir stiegen zu dritt in ein Taxi. Mein Fahrrad ließ ich an der Wohnwelt stehen. Irgendwo stiegen wir dann aus. Wir gingen auf eine Terrasse und tranken Bier. Ich musste nichts zahlen, wie auch für das Taxi. Echt cool dachte ich mir, da macht das Bier trinken gleich doppelt so viel Spaß. Ich trank Bier und unterhielt mich über belanglose Dinge. Irgendwann gingen wir dann in das Haus. Wir tranken das gute Taugott. Plötzlich erzählt mir einer von den beiden, dass er früher mal auf Heroin war, jetzt aber clean sei. Er sieht aus wie 38. Er erzählt, dass er nun bei Bahlsen arbeitet, als Lagerarbeiter. Und nun fällt mir erst auf, wie komisch er eigentlich spricht, womöglich die Folgen seiner Vergangenheit. Der andere Kerl ist 50 Jahre alt. Er erzählt, dass er wohlhabender Firmeninhaber ist. Er erzählt mir seine Lebensgeschichte.<br />
Es ist nun schon 5 Uhr. Die Sonne geht aus, draußen wir es hell. Die Vögel zwitschern. Ich gucke mich um. Wo bin ich eigentlich? An der Wand vor mir läuft per Beamer an die Wand geworfen ein Porno. Eine Blondine wird gerade richtig durchgevögelt, in allen erdenklichen Stellungen. Ich trinke mein wer weiß wie vieltes Bier und den wer weiß wie vielten Rotwein. Aber irgendwie stimmt mich der Porno sowie die Situation allmählich skeptisch. Ich merke eine gewisse Unruhe in mir, die mich wieder der Nüchternheit näher bringt.<br />
Der 50 jährige enttarnt sich als eine Schwuchtel. Er erzählt mir von seinen homosexuellen Gedanken. Das Gefühl der Skepsis verstärkt sich. Ich will nicht unhöflich sein, denn ich habe verdammt viele Biere auf seine Kosten getrunken. Ich werde gefragt, ob ich nicht bei ihm schlafen will. Ich verneine. Dann streichelt er mir über mein Bein und ich explodiere, von Angst getrieben, packe ihn mit beiden Händen am Hals und würge ihn ein bisschen. Von mir selbst ein wenig erschrocken lasse ich los und erkläre ihm, dass wenn es ihm gelingen sollte an meinen Arsch zu kommen ich ihn umbringen werde.<br />
Ich stehe auf und verlasse das Haus. Es ist halb 6 Uhr und ich möchte nur noch ganz weit weg von dem Arschficker. Ich laufe eine Straße runter und gelange Richtung Ortsausgang von wo auch immer. Scheißegal, nur weg vom Arschfickmann!!!<br />
Die Schwerkraft und die Müdigkeit bereiten mir Probleme. Ich bin am torkeln. In der letzten Einfahrt, vorm Ortsende in Richtung Feldmarkt, setze ich mich hin. <br />
Stunden später wache ich auf, keine Ahnung wie spät es ist und keine Ahnung wo ich bin. Stattdessen bin ich voll verkatert. Ich war in der Garageneinfahrt eingepennt und nun höre ich die Stimmen einer Familie, die im Garten Frühstückt. Ich stehe auf, will nach Hause. Auf dem Boden ein Schweißfleck von meinem Rücken. Ich gehe los in Richtung Feldmarkt. Ich gehe halb schlurfend, halb torkelnd auf den Feldwegen vorbei an unzähligen Feldern. Ich merke die Sonne, ich spüre die Hitze. Ich habe durst! Aber weit und breit nichts zu trinken. Hunger habe ich auch. Aber nur den Geschmack von Zigarette im Mund. Ich habe keinen blassen Schimmer wo ich bin und wohin ich gehe. Ich gehe einfach.<br />
Nun komme ich zu einer Schnellstraße oder Bundesstraße, Zweispurig. Gegenüber ein abgemähtes Feld. Ich bin mit meinen Kräften am ende, gehe auf das Feld und lege mich hin. Ich schlafe ein und werde später von einer Frau geweckt, welche sich über mich gebeugt hat. „Ich dachte schon sie seien Tod. Ist alles klar bei ihnen?“ Anstatt zu antworten beginne ich zu lachen. Verdutzt wendet sie sich ab und geht zu ihrem Auto. Ich rufe ihr nach: „Warum sollte ich denn nicht in Ordnung sein?! Aber vielen Dank.“ Sie schüttelt nur den Kopf und steigt in den Wagen.<br />
Ich schlafe wieder ein, und wieder werde ich geweckt von einem Autofahrer, welcher sich über mich gebeugt hat. Der gleiche Vorgang wie zuvor wiederholt sich.<br />
Diesmal schlafe ich aber nicht wieder ein, sondern stehe auf. Der Alkohol macht mir noch immer zu schaffen. Meine Stirn ist glühend heiß. Ich habe einen Sonnenbrand im Gesicht. Der durst nimmt stetig zu, obwohl er schon ein verdammt krasses Ausmaß angenommen hat.<br />
Ich beschließe der Straße zu folgen, schließlich führen solch große Straßen immer zu einer Stadt. Ich will endlich wissen wo ich bin.<br />
Ich gehe nicht am Straßenrad, nein, ich gehe mitten auf der Straße. Einige Autos hupen. Endlich! Eine Straßenabfahrt in Richtung Wunstorf. Ich gehe die Abfahrt hoch. Mein Gang ist verdammt müde. Ich bin erschöpft. Ein Auto hinter mir hält an. Die Fahrerin brüllt mich an, was denn mit mir los sei. „Willst du denn überfahren werden?“&nbsp; - „Wer sollte mich denn überfahren?“ Ich lache. Allmählich fühle ich mich Wahnsinnig. Endlos lange unterwegs und noch lange nicht zu Hause.<br />
Endlich kann ich die Bahngleise sehen. Ich kenne nun den Weg zur Wohnwelt. Ich gehe in einen Stichweg, weg von der großen Straße, weg von den vielen Autos. <br />
An einem Zaun gelehnt steht ein Fahrrad. Es ist unangeschlossen. Ich nehme es einfach und fahre weg. Leider hatte das Ding einen Platten, was die Fahrt nicht sonderlich angenehm machte, aber immerhin war es schneller als zu Fuß zu gehen. <br />
Vor der Wohnwelt sind junge Erwachsene und relaxen. Mich sahen sie an wie den Mann vom Mond. Zum Glück stand mein Fahrrad vom Vorabend noch da. Ich schließe es auf und fahre los. 700 Meter bis zur Wohnung meiner Mutter. Ich klingle, sie öffnet. Erschöpft setze ich mich hin. Ich gucke auf die Uhr und kann meinen Augen kaum glauben: Es ist 17 Uhr. Ich war fast 12 Stunden lang unterwegs und nun endlich konnte ich etwas trinken und essen.<br />
Danach schlief ich wieder ein.<br />
<br />
Resümé: Traue niemals fremden Leuten! Es könnten Arschficker sein.<br />
Sonstiges: Die Sonne ist verdammt warm. Sie war sogar so warm, dass mein Gesicht verbrannt ist und ich nun an einem Sonnenstich leide. Außerdem ist meine Zungenspitze taub.<br />
Ich werde nun schlafen gehen.
]]></description>
            <author>Mütze</author>
            <pubDate>Sun, 12 Aug 2007 23:46:28 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/872</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Nie wieder</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/871</link>
            <description><![CDATA[
Wenn man als Trinker aufhört zu trinken,<br />
liegt das nicht an der Erziehung,<br />
liegt es nicht am Druck von außen<br />
liegt es nicht an den Freunden<br />
liegt es nicht daran das man eine jahrelange Heuchelei aufgibt,<br />
nein<br />
es liegt daran,<br />
dass man eine Selbsterkenntniss hat,<br />
die so niederschmetternd ist,<br />
dass man sich selbst hasst,<br />
weil man versteht,<br />
das der Alkohol einen kontrolliert,<br />
und nicht man selbst den Alkohol,<br />
das ist für mich unmöglich gewoden,<br />
trotz eines Warnschusses,<br />
habe ich noch einen Kopfschuss gekriegt.<br />
<br />
<br />
<br />
nie wieder.
]]></description>
            <author>Hjalmar</author>
            <pubDate>Sun, 12 Aug 2007 12:24:38 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/871</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Fort</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/870</link>
            <description><![CDATA[
Tränen trocknen auf&nbsp; heißen Wangen.<br />
Der Kohlen Glut erloschen.<br />
Schreie hallen durch die Zeit.<br />
Verstummt.<br />
Der Seele glanz ein trübes Meer aus Vergangenheit.<br />
Die Seen verschlungen in einer Feuersbrunst die leidenschaftlich alles mit sich nahm was je von Bedeutung war.<br />
Aus Glas wurde was fest und rettend sein sollte.<br />
Heißer Qualm zieht durch schwarze Körper.<br />
Was fliehen konnte, ertrunken in der einsamkeit der Finsternis.<br />
Ein Wimpernschlag.<br />
Dahin ist was war, ist und je sein wird.<br />
Ein geflüstertes Wort und die Welt zerbricht unter dem Echo.<br />
Unter dir zerbricht mein Geist.
]]></description>
            <author>Linn</author>
            <pubDate>Sat, 11 Aug 2007 18:26:10 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/870</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ich liebe</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/869</link>
            <description><![CDATA[
Ich liebe.<br />
Viele Narben ziehen sich durch mein Herz.<br />
Tiefe.<br />
Es besteht daraus.<br />
Doch - Ich liebe.<br />
Ich kann es ihm nicht sagen, da meine Seele schreit, vor Angst.<br />
Ich liebe schnell.<br />
Ich liebe intensiv.<br />
Ich liebe ehrlich.<br />
Ich liebe tot.<br />
Ich liebe bis ich Herzen breche, auch mein eigenes.<br />
Doch - Ich liebe.<br />
Ich muss warten.<br />
So tue er doch den entscheidenden Schritt.<br />
Warten.<br />
Bis ich in Sehnsucht zergehe und mein Cherubim sich wieder kompettieren muss.<br />
Um einen neuen Wirt zu suchen, um dort seine Liebe einzusperren, für immer.<br />
Soll ich es ihm sagen, oder nicht?<br />
Es brennt so sehr.<br />
Ich liebe.<br />
Ich liebe.<br />
Ich liebe ewig.<br />
Ihn!
]]></description>
            <author>Linn</author>
            <pubDate>Sat, 11 Aug 2007 18:19:37 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/869</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Der erste Arbeitstag im Hotel</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/868</link>
            <description><![CDATA[
Vier Uhr morgens…mein Wecker klingelt. Dieses nervtötende Geräusch wenn er sein immer wiederkehrendes <b>PIEP PIEP!</b> macht.<br />
Kopfschmerzen schon am Morgen. <b>Na Prima!</b>Ich suche verzweifelt in der Dunkelheit nach meinem verdammten Wecker der bei jedem <b>PIEP PIEP!</b> lauter wird. Nachdem ich ihn gefunden hatte erschien es mir wichtig, wenigstens meine Portion Musik zu kriegen<br />
und schalte den Fernseher ein. Zu hören kriege ich allerdings Frauenarzt mit „Brennt den Club ab“.<br />
Mein Fernseher wollte sich glaube ich schon von selbst ausschalten. Zuerst einmal gemütlich inne Küche und zur Stärkung nen Kaffee schlürfen dachte ich mir. Ellabätsch! Nachdem mein Fernseher schon den Geist wegen Mangel an guter Musik aufgegeben hatte,<br />
nahm sich die Kaffeemaschine nun auch vor zu streiken. Ich war kurz vorm ausrasten doch wie durch ein Wunder fing sie an zu rattern. Heraus kam Kaffee mit Plöckchen. Nun ja was komisch aussieht sollte man ja mal probieren. Hätte ich es man lieber nicht getan.<br />
Der Kaffee schmeckte scheiße, das Toast ausm Gefrierschrank nach Pappe und das Nutella hatte früher auch mehr Biss.<br />
Der Rest ging ziemlich schnell. Noch n Happen vom Toast und dann ab nach oben umziehen, Zähne putzen und fertig machen für die Arbeit. Ich schwang mich auf mein Fahrrad welches, trotz des Plattens, noch relativ gut zu fahren war.10Minuten Fahrt und schon stand das Bahnhofsgebäude vor mir. Fahrrad angeschlossen, Frühstückszigarette geraucht und nem alten Opa eine Zigarette&nbsp; für -,20 Cent verkauft(Ich wollt das Geld wirklich nicht annehmen aber der Herr bestand drauf). <i>"Sehr geerhte Damen und Herren auf Gleis Zwo, Regional Express nach Hannover Hauptbahnhof über Wunstorf, Abfahrt 05:18Uhr wird wenige später eintreffen.Wir bitten um Verständniss!</i>….Ja Ja Verständnis. Ich hasse die Deutsche Bahn und doch fahre ich jeden Tag mit ihr! Man sollte sich mit 1000enden von Menschen auf die Gleise hocken und drauf Scheißen. Aber Nein wir Deutschen sind ja „anständig“. <br />
Halb Sechs war es am Ende und ich wäre im Zug fast eingepennt. Angekommen in Hannover begrüßte ich meine Zukünftigen Kollegen und ging zum Personalaufzug. Etage 2. Die Türen gingen zu und ich war alleine. Stille nur das Rütteln des Fahrstuhls störte und doch war es still.<b>BING!</b> Kaum aus dem Fahrstuhl draußen, hörte ich schon das Gegacker meiner Chefin Frau Piper(zwischen 30 und 40 würde ich sagen, keine Kinder und eine freundliche zugleich aber auch eine manchmal anstrengende Person).<br />
Und das kann ich schon nach 2 Tagen Arbeit feststellen. Einmal schnell inner Küche „Hallo“ gesagt und zurück zu den Umkleiden wo mein Spint mich sehnlichst erwartete.Das Tuch um den Hals, Hemd in die Hose, Schuhe festgeschnürt und ab geht die Post(6Uhr Dienstbeginn).<br />
Zwischen Besteck polieren, Tischen ein- und abdecken, 200Stühle putzen, Gäste bedienen und Kaffee kochen(der wenigstens schmeckt) durfte ich eine rauchen gehen, frühstücken und Mittag essen. Herrlich. Vom vielen stehen und hin und her laufen fingen meine Knie an weh zu tun. Gewöhnungsbedürftig aber aushaltbar.<br />
Nach 8 Stunden Arbeit hörte ich die schönen Worte „So Frau Schuster, Feierabend für heute würde ich sagen“. Ich bedankte mich bei Frau Piper und Frau Röhrig, trank den frisch gepressten Orangensaft von Frau Kramer aus und machte mich dann wieder auf den Weg gen Heimat. In Neustadt angekommen durfte ich dann feststellen, dass es regnete und mein Fahrrad während meiner Abwesendheit weiter an Luft verloren hatte. Poggenhagen lag nicht mehr weit entfernt und schwupps war ich zuhaus. Danke Herrgott!!19Uhr, ich lag im Bett und 9 Stunden später fing der Tag genauso an wie der vorige. <br />
<br />
Zum Text:Ich fange gerade ein Praktikum im Andor Hotel Plaza als Hotelfachfrau an.Wie der Text jetzt nun geschrieben ist von den Zeiten her,ist mir egal denn ich finde er hört sich so am besten an.<br />
<br />
Schönen abend noch,<br />
Julchen
]]></description>
            <author>MaJule</author>
            <pubDate>Fri, 03 Aug 2007 18:34:39 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/868</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Wilhelm und meine Kirchenmacke</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/865</link>
            <description><![CDATA[
<blockquote class="quote"><div class="quote_inner"><b>Wilhelm und meine Kirchenmacke<br />
<br />
<br />
Wilhelm war wirklich toll. Trotz seines Namens. Er sah gut aus, er war schlau und witzig und wir unternahmen viel zusammen.</b><br />
<br />
<br />
Was außerdem an Wilhelm toll war: Er hatte nette Freunde. Sehr nette Freunde. Gleich drei. Einer sah besser aus als der andere. Und lustig waren sie auch. Aber dies ist nicht die Geschichte von Wilhelms Freunden. Jedenfalls nicht direkt.<br />
<br />
Ich hatte damals ein paar Macken. Nichts Schlimmes. Aber wenn ich zum Beispiel Dummheiten gemacht hatte, zupfte ich mir immer die linke Socke zurecht und bei sehr großen Dummheiten die rechte. Ich hob mein Knie an, fasste mit Daumen und Zeigefinger beider Hände das Bündchen meiner Socke und zog sie hoch, als würde ich mich auf einen Auftritt als Funkenmariechen vorbereiten. Eine andere Macke bestand darin, dass ich auf alle Knöpfe drücken und Schalter betätigen musste, die mir unter die Augen kamen. Ich konnte nicht anders. Weniger schlimm aber auch recht komisch war, dass ich immer lachen musste, wenn andere Leute lachten, selbst bei den schlechtesten Witzen. Es gab noch ein paar andere Macken, aber die größte war mein zwanghaftes Bedürfnis, die Exfreundinnen meiner Freunde übertreffen zu müssen. Das war zugleich meine älteste Macke. Im Laufe der Jahre war sie der Grund für meinen Straßenrekord im Seilchenspringen, für Haare bis fast zu den Kniekehlen, für einige gute sportliche Leistungen und dafür, dass ich beinahe eine Alkoholikerin geworden wäre. Aber nicht bei Wilhelm. Bei ihm war ich erstaunlicherweise alle meine Macken mit einem Schlag los. Mit einem Mal fühlte ich mich erwachsen, reif und auf eine angenehme Art normal. Wenigstens teilweise.<br />
<br />
Wie gesagt unternahmen wir viel. Wir gingen Tanzen, wir machten Fahrradtouren, wir schwammen nachts, wir spielten Poker um ungewöhnliche Einsätze und einmal schlichen wir in eine Kirche. Es war kinderleicht. Wir fanden ein angelehntes Fenster, ich griff hindurch, öffnete es und wir kletterten hinein. Zuerst überkam uns eine gewisse Ehrfurcht. Dann aber erfreuten wir uns an dem schaurigen Licht, an dem erhabenen Hall und taten es zwischen den Bänken. Vermutlich war das ein Fehler, denn von diesem Abend an hatte ich einen neuen Tick, nämlich immer scharf zu werden, wenn ich eine Kirche sah. Es reichte sogar, wenn ich Kirchenglocken hörte. Als wir kurz danach Tanzen gingen, zog ich Wilhelm aufs Klo, nur weil Hells Bells von AC/DC gespielt wurde. Den nächsten Fehler begingen wir zwei Wochen später. Wir waren mit Wilhelms Freunden unterwegs. Natürlich berichteten wir von unserem kleinen Besuch, von dem Licht, der Akustik und wie einfach es war, hinein zu gelangen. Sie glaubten uns nicht. Also bewiesen wir es, indem wir gemeinsam noch einmal einstigen. Anscheinend hat man, wenn man in eine Kirche einbricht, automatisch das Bedürfnis, ein wenig zu bleiben. „Kommt, wir trinken einen Schluck. Hier gibt’s doch Wein!“ meinte jedenfalls Wilhelms Freund Robert. Es war gar nicht einfach. Der Wein für das Abendmahl war besser gesichert als die ganze Kirche. Allerdings hatte ich als ehemalige Beinahealkoholikerin nicht nur Verständnis für diese Prioritäten, sondern außerdem einen Riecher für das Versteck. Nach einigem Suchen, einigem frevelhaften Gebrauch eines Kruzifixes und nur wenig Gewalt schafften wir es schließlich. Weil wir anständige Einbrecher waren, zahlten wir. Wir legten wir einen Schein dahin, wo der Wein zuvor gewesen war und veranstalteten im Mittelgang ein kleines Picknick. Lustig war das. Der Hall gab selbst einer vollkommen trivialen Unterhaltung etwas Erhabenes. Dann setzte sich Oli an die Orgel und spielte „Great Balls of Fire“ von Jerry Lee Lewis. Natürlich ging es nicht gut. „Ich geh mal pissen“ sagte Wilhelm irgendwann. Ein paar Minuten später klopfte es. Komm rein, du Pisser!“ sangen wir lauthals. Herein kam jedoch nicht Wilhelm, sondern der Pfarrer, und mit ihm zwei Polizisten. Eine halbe Stunde später fanden wir uns auf dem Polizeirevier wieder.<br />
<br />
Eigentlich kamen wir glimpflich davon. Besonders Wilhelm, denn den hatten sie nicht erwischt. Wir anderen mussten drei Monate lang zwei Mal wöchentlich in der Kirche helfen. Die simple Tatsache, dass wir einen Geldschein für den Wein da gelassen hatten, ließ uns dem Richter wohl etwas sympathischer erscheinen. Glück gehabt, könnte man also sagen. Nur für mich wäre eine saftige Gefängnisstrafe ein leichteres Los gewesen: Alle meine Macken kamen zurück und mit meiner neuen Kirchenmacke wurde es immer schlimmer. Die Tatsache, dass ich zweimal pro Woche an genau dem Ort war, an dem meine Libido ins Unermessliche stieg und dabei ständig Kruzifixe und Heiligenbilder vor Augen hatte, stürzte mich in eine echte Krise. Zudem hatte ich bei meinen Eltern mit gewissen Imageproblemen zu kämpfen.<br />
<br />
Drei Monate später war der Spuk endlich vorbei. Am Nachmittag meines letzten Kirchendienstes besuchte ich vor lauter Erleichterung freiwillig die Messe, fuhr danach zu Wilhelm und vögelte ihm den Verstand aus dem Kopf. Danach kochte er für mich. Er hatte die ganze Zeit über Gewissensbisse gehabt, weil er als einziger entwischt war. Er war in Plauderlaune. Er sagte mir, wie sehr er an mir hänge und wie phantastisch ich sei. Ich fand vor allem nach den drei letzten Monaten nicht, dass ich derlei Komplimente verdient hätte. Doch er ließ sich nicht beirren, während er mit seinem Holzlöffel in der tomatenbasierten Sauce rührte „Weißt du, du ahnst ja gar nicht, wie glücklich ich mit dir bin!“ Ich starrte bemüht auf eine Zeitung, die auf dem Tisch herum lag. Soso, die Inflationsrate war also auf eins Komma drei Prozent gesunken. „Wirklich, mit meiner letzten Freundin habe ich einiges durchgemacht“ Es wurde mir unangenehm. „Ach was. Hm, das duftet ja. Wann ist das Essen denn fertig?“ fragte ich. „Nein, ich muss dir das wirklich einmal sagen“ fuhr er jedoch fort „Mit meiner letzten Freundin habe ich Schlimmes erlebt. Sie hat mich nach Strich und Faden betrogen! Sie war ein mieses Stück! Mit dir ist es ganz anders. So vertraut“ Ich merkte, wie ich rot anlief. „Willi, jetzt lass gut sein, mir ist das peinlich!“ versuchte ich, meine Errötung zu erklären. Er holte tief Luft. „Stell dir vor, sie hat mich mit zweien meiner damaligen Freunde betrogen! Gleich mit zweien! Kannst du dir das vorstellen? Das ist an Gemeinheit ja wohl kaum zu übertreffen!“ „Äh, ja, Robert hat es mir erzählt“ sagte ich, während ich dem überwältigenden Bedürfnis nachgab, meine rechte Socke zurechtzuzupfen.<br />
<br />
von Abo<br />
</div></blockquote>
]]></description>
            <author>MiezePy</author>
            <pubDate>Mon, 30 Jul 2007 17:44:06 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/865</guid>
        </item>
        <item>
            <title>der moment</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/862</link>
            <description><![CDATA[
ein nichts breitet sich aus und verlässt wohlig warm meine fingerspitzen. im unendlichen nirgendwo ist bestimmt noch ein platz dafür frei. wie ein knäuel ergeben sich meine gedanken dem nichts und vergehen langsam taumelnd in rauch. eine distanz größer als das universum trennt mich vom hier und jetzt und nichts was ich vorzuweisen habe kann diese überbrücken. und immer noch fließen wirre gedanken durch meinen kopf und in meine finger. um sich dort in nichts zu verwandeln. und nichts kommt aus meinem mund. und nichts ist unter meinen beinen. nichts dringt in meine lungen ein. ich öffne meine augen und ich sehe nichts. die bedeutungslosigkeit meiner existenz überwältigt diesen moment und löscht alles aus, was sich je in diesem befunden haben könnte. und hilflos starre ich meinem leben in den rücken und diese entfernung....verwandelt sich in...nichts? nein, sie bleibt und verwandelt sich in schmerz. ich wünschte dieser moment würde vorübergehen, doch er zieht sich hin. er wartet auf mich. wartet dass ich sterbe. aber ich sterbe heute nacht nicht. es gibt keinen grund zu sterben. es gibt nichts. 'was schreibst du da?' - 'nichts...im moment nichts.'<br />
<b>cp</b>
]]></description>
            <author>Kurt</author>
            <pubDate>Thu, 26 Jul 2007 20:06:56 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/862</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Zitate betrunkener Lyriker</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/831</link>
            <description><![CDATA[
Guten Morgen liebe Brotgemeinde!<br />
<br />
Wieder einmal sitzt man mit einer Flasche Korn und einer Flasche Waidgesell (ja, unter der Woche sitzt der Geldbeutel nicht so locker) entspannt auf dem Sofa und taucht tief in den Abgründen seiner Gedanken 'rum. Wie wir alle Wissen, entsteht die größte Kunst im berauschten Zustand und deshalb kamen wir auf den Gedanken (Alex und Nico; durch Benny's Zitate angeregt) endlich einmal einen "betrunkenen-Zitate"-Thread zu eröffnen. <br />
Den Anfang machen wir mit Nico's neuestem Werk&nbsp; &nbsp; <br />
<br />
<br />
<br />
<blockquote class="quote"><div class="quote_inner">Den Geschmack von Wodka vergisst man nie, das ist wie Fahrradfahren.<br />
</div></blockquote>Nico Schnelling<br />
<br />
<br />
Und ein alter Klassiker:<br />
<br />
<blockquote class="quote"><div class="quote_inner">Es war dunkel und quasi wie im Wald, und plötzlich flog der Igel gegen mein Schienbein.<br />
</div></blockquote>Alexander von Koß<br />
<br />
<br />
<br />
Wir bitten euch nun hiermit, eure Zitate zu ergänzen und uns das betrunkene Wortstapeln nicht übel zu nehmen.
]]></description>
            <author>Kahless</author>
            <pubDate>Tue, 05 Jun 2007 22:26:42 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/831</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Mal 'n Schopenhauer zum Thema Nationalstolz</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/814</link>
            <description><![CDATA[
»Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.«<br />
<br />
Arthur Schopenhauer, Philosoph<br />
<br />
<br />
Find ich sehr gelungen.
]]></description>
            <author>Jule</author>
            <pubDate>Sat, 19 May 2007 13:58:09 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/814</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die schweizer Oo</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/799</link>
            <description><![CDATA[
Die Gedanken sind verloren<br />
ich begreife nicht<br />
Eine starke hand sie kennt den weg<br />
setz dich<br />
Gewissen und Verantwortung<br />
Nein das gibt es nicht<br />
Die lippen<br />
gefühle für uns<br />
eine schöne flucht<br />
für dich für mich<br />
Handeln ohne Regeln<br />
ein knochiger Körper<br />
Und er Beherscht mich<br />
Steinhart<br />
Jeder knochen sticht klar hervor<br />
Mit den händen die Tailie Umfassen<br />
sie ist so schön<br />
Die Haare <br />
eine spitze Wirbelsäule<br />
deinen Körper begehre ich<br />
du erziehst mich<br />
du sprichst<br />
Nur deshalb handele ich<br />
<br />
___________________________________<br />
<br />
Nein ihr seid durch&nbsp;&nbsp; <img src="http://dasbrot.info/forum/unb_lib/designs/_smile/unb/cool.png" title=":cool:" alt=":cool:" style="vertical-align:middle;width:15px;height:15px;" class="smilie" />
]]></description>
            <author>Jan</author>
            <pubDate>Sun, 29 Apr 2007 18:18:58 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/799</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Drei-Faltigkeit des Metalls</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/795</link>
            <description><![CDATA[
Heute war eigentlich ein völlig normaler Morgen. Ich sethe auf, fresse Havre Fras, wasch mich, merke das ich weder meinen Ranzen gepackt, noch mich selbst angezogen habe und tue dies schließlich um 7:30.<br />
Nach einer gewohnt unterhaltsamen Mathematik-stunde watschelt der Haufen, den manche als "10kd" bezeichnen, schließlich zum Musikraum. Wie gewohnt schmeiß ich meinen Mp3-Player an und höre ein wenig Emperor, nur das ich diesmal nach bereits einen Lied meinen kleinen Volksempfänger auschalten muss um nach vorne zu gehen und meiner unwissenden Klasse ein wenig beizubringen. Mein Referatsthema war "Black Metal" <img src="http://dasbrot.info/forum/unb_lib/designs/_smile/unb/grin.png" title=":-D" alt=":-D" style="vertical-align:middle;width:15px;height:15px;" class="smilie" /><br />
<br />
Frau Jaques war ehrlich interessiert und gab mir für mein bemühtes Referat eine 2+ . Mach das mal einer nach!<br />
<br />
Nachdem ich dann ,zufrieden mit meiner Leistung, den rstlichen langweiligen Unterricht über mich ergehen ließ ich mir nochmal durch den Kopf gehen wie ich überhaupt auf diese Black-/Death-/Thrash Metal Schiene geraten bin.<br />
Entweder bin ich wir.klich So k.rank oder es liegt daran das mein ältester bruder jakob mich im zarten Alter von 6 Jahren bereits aus dem Nebenzimmer mit den Toten Hosen und den Ärzten bombadiert und so in einem unschuldigen kleinen Wicht das interesse für die "Fels-Musik" weckte. Weiter ging es dann mit den Sachen die ich so aus dem Fernsehen, oder von meinen Brüdern aufschnapen konnte: Hauptsächlich amerikanische Punk, aber auch das Mutter album von Rammstein, das mich mit seinen treibenden Riffs mehr und mehr vom Ami-Punk mit seinen popigen Melodien in Richtung des Metals schupste. Zu dieser zeit gesellte sich mit Samurai von Die Apokalyptischen Reiter auch meine erste, wenn auch gebrannte, Metal-CD in mein bescheidenes CD-Regal. Ebenfalls zu beachten&nbsp; sind in dieser Beziehung auch SOAD, die zwar keinen richtigen Metal machen, aber trotzdem meinen Musik-geschmack im gebiet "Härtere-Gitarren-Musik" festigte.<br />
<br />
2005. Das wohl wichtigste Jahr für meinen noch fast normalen Musikgeschmack. Irgendwann im Frühling bekam mein anderer Bruder Thorben die Hate Crew Deathroll von Children Of Bodom von Alexander Kruse bebrannt, die ich mir unausweichlich durch die Wand mitanhören musste. Und es gefiel mir. Schnelles Spiel, Aggressiver aber trotzdem irgendwie lustiger Gesang und 9 Ohrwürmer, die ich niemals in meiner Medienbiblihotek missen will und mit "Needled 24/7" ein weiteres Lied, neben "Links 234" von Rammstein und "Pushed Again" von den Hosen, in die Reihe meiner Evergreens einfliessen ließ.<br />
2 monate später kaufte ich mir in Kalmar (Schweden) meine erste CD selbst: Children Of Bodom - Follow The Reaper. Mit diesem Album hörte ich auch zum ersten Mal einen Begriff, der später für mich noch eine große Rolle spilen sollte : Thrash Metal.<br />
Ich fragte meinen Bruder was das den sei und der meinte nur, dass auch Metallica machen würden, auch wenn die für mich gar nicht wie "Children Of Bodom" klangen. Ich nahm mir vor von Metallica mir absofort mehr anzuhören als nur die Sachen die ich ab und zu auf MTV sah. Und auch davon war ich hellauf begeistert. Und Tatsache: In Person von "ride The Lightning" fand ich endlich diesen sagenumwobenen "Thrash" Metal. Von nun an konnte nichts mehr das Wachsen meiner Haare und meines Intresses für Metal aufhalten.<br />
Nicht zuletzt dank Alexander Kruse und meines Brüderchens wuchs das Spektrum meiner Lieblingsbands inerhalb von einem jahr um das 10-fache.<br />
Soilwork (dank Timo), In Flames, Dark Tranquillity, In Extremo, Subway To Sally, Nightwish, Kreator, Knorkator, Dark Age, Arch Enemy, Amon Amarth, Apocalyptica undundund<br />
Ebenfalls in diesem Jahr: Mein aller erstes Konzert. Die Apokalyptischen Reiter in der Faust. Neben Sepultura 2007 mein bestes Konzert bisher.<br />
<br />
Aber immer noch hielt ich nicht viel von Death- und Black Metal, bis auch die alten Reiter-Alben den weg in mein Haus fanden. "Soft and Stronger", anfänglich von mir sehr wenig beachtet, bekam nach und nach eine größe Wirkung auf mich, aber erst als ich mir das Reiter-Killeralbum-schlecht-hin anhörte: "All you need is Love". Die geniale Mischung auds Black und Death Metal öffnete Anfang 2006 das Tor für den wirklich extremen Metal.<br />
Vader, moonsorrow, Debauchery, Kataklysim, immortal, Hypocrisy, Holy Moses, Graveworm, 1349, Finntroll, Equilibrium, Enslaved, Ensiferum, Emperor, Dying Fetus, Dimmu Borgir, Darkwoods My Betrothed, Dark Fortress, Cryptic Wintermoon, Catamania (wenn acuh teilweise zu kitschig <img src="http://dasbrot.info/forum/unb_lib/designs/_smile/unb/wink.png" title=";)" alt=";)" style="vertical-align:middle;width:15px;height:15px;" class="smilie" /> ), Celtic Frost, Carpathian Forest, Bolt Thrower, Bloodbath, Sepultura, Cannibal Corpse, Ad Inferna, primordial, dornenreich, Abominat und weitere prägen seit dem alle meine Wiedergabeliste und Mix-CDs.<br />
<br />
Jetzt sitt ich hier mit nem alten Hosen T-shirt, schulterlangen Haaren und höre mir Kreators Götteralbum "Enemy Of God" an. <br />
Ohne meinen Thrash-/Death- und vorallem meinem Black Metal wäre ich mittlerweile wahrschienlich nicht mehr lebensfähig.<br />
Viele Leute erwarten nun von einem das man die Szene unterstützt und den Underground feiert. Thrash- und Death Metal Underground: Ja gerne ( <a href="http://www.myspace.com/ingurgitatingoblivion" title="http://www.myspace.com/ingurgitatingoblivion">http://www.myspace.com/ingurgitatingoblivion</a> ) . Black Metal underground: nein und erst recht nicht danke. Diese Ansammlung von angepinselten Kellerkindern, die alle den gleichen Burzum- und Mayhem-Kopie-mist spielen, ist mir&nbsp; egaler als die Verkehrspolizei (auch wenn es ab und zu sehr gute Bands aus diesem Morast auftauchen, z.B. Darkened Nocturn Slaughtercult (D.) oder Werwolfe (USA))<br />
<br />
in diesem Sinne: Keep on Moshing/Thrashing and Banging!<br />
<br />
<br />
<br />
WORD!
]]></description>
            <author>Hjalmar</author>
            <pubDate>Tue, 17 Apr 2007 18:21:36 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/795</guid>
        </item>
        <item>
            <title>NIE WIEDER ERASCO!</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/777</link>
            <description><![CDATA[
<b>Jeder mit Vorliebe für weisse Bohnen in Tomatensosse wird meine Beschwerde verstehen, so kann es nicht weitergehen!</b><br />
<br />
<br />
<br />
Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
<br />
Weisse Bohnen -besonders in Tomatensosse- sind mir ein Hochgenuss.<br />
Vor Freude koche ich jedesmal regelrecht über, wenn ich eine Konserve dieser Delikatesse in unserem Haushaltsschrank entdecke. Im Normalfall bleibt solch ein Dose dann auch nicht lange ungeöffnet.<br />
Doch gestern war alles anders.<br />
Ich öffnete eine Ihrer Dosen und die wildesten Gewaltfantasien schossen mir durch den Kopf. "Was ist denn hier passiert" dachte ich und versuchte den schlachtfeldähnlichen Inhalt genauer auszukundschaften. Ein paar Anhaltspunkte meinerseits:<br />
<br />
1. Die Bohnen sind absolut matschig und zerdrückt und ähneln in ihrer "pampenähnlichen" Konsistenz eher abgestandenem Kartoffelbrei. Absolute B-Ware.<br />
2. Die Suppe ist oben dermassen flüssig, dass man sie nichteinmal im entferntesten als "Sosse" bezeichnen dürfte.<br />
3. Die Sosse ist überhaupt nicht verteilt! Am Dosengrund kleben die Bohnen aufgrund extremster Dürre fest, während sie oben wiederrum in zuviel Sosse baden. (ich nehme mal an, dass die Bohnen aufgrund ihrer oben erwähnten "pampenähnlichen" Konsistenz eine Art Staudamm entwickelt haben, durch welchen ein Durchdringen nicht möglich scheint) Man muss den Inhalt also noch selbst vermischen, wobei man wiederrum den bereits beschädigten Bohnen noch mehr Schaden zufügt.<br />
<br />
<br />
Mein Anliegen ist äusserst ernst, aber verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin Ihnen nicht böse- vielmehr möchte ich, dass meine Kritik bei Ihnen Anklang findet und sie vielleicht in Zukunft ihre weisse Bohnen Produktion verbessern können. Ich persönlich esse nämlich sehr gerne vom Teller und möchte nicht jedesmal eine extra Schale parallel dazu herausolen, nur weil ich gerne weisse Bohnen zu meinem Bärlauch-Tofu geniessen möchte- das ist mit Ihren Bohnen leider nicht wirklich möglich, ohne dass sich die Sosse den Weg über den gesamten Teller bahnt und der Rest darin schwimmt. Zugegeben, ich habe ihre Sorte zum ersten Mal probiert, vielleicht handelt es sich bloss um einen Produktionsfehler- davon gehe ich aber nicht aus.<br />
<br />
<br />
Ich komme zu dem Fazit, dass weisse Bohnen in dieser Welt anscheinend keinen allzugrossen Anklang finden (was mich selber sehr traurig stimmt)- denn würde eine solche Nachfrage bestehen, hätten Sie Ihr Rezept wohl längst revolutioniert.<br />
<br />
<br />
Aller negativer Kritik gegenüber, darf ich natürlich die positive nicht vergessen.<br />
<br />
1. Geschmacklich ist an Ihrer Produktion rein gar nichts auszusetzen.<br />
2. Ihre Konservendosen, besonders die Öffnungsvorrichtungen, gefallen mir super. Immer auf dem neuesten Stand der Technik.<br />
<br />
<br />
Mit superfreundlichsten Grüssen,<br />
<br />
Ihr weisser Bohnen Fachmann (wenn sie mich brauchen, melden sie sich ruhig bei mir)
]]></description>
            <author>Jonny Zuedsee</author>
            <pubDate>Sun, 01 Apr 2007 16:59:35 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/777</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Samuel</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/748</link>
            <description><![CDATA[
Wie Pech klebte der Matsch an seinen Stiefeln. Zähflüssig und stinkend bedeckte die braune Masse seinen gesamten Körper. Halb wühlend wie ein Hund, halb torkelnd wie ein Säufer kämpfte er sich vorwärts, stets ein verdrecktes Bündel mit beiden seiner dünnen Arme festhaltend, stets Blut hustend. Hundelbellen, teils der Paranoia, teils der Tatsache das er wirklich verfolgt wurde zu zuschreiben, trieb in wieter und weiter auf sein Ziel zu.<br />
Bestialischer Gestank schoß in seine Nase. Verwehsung, Fäkalien und Abfall. Trotz Dunkelheit fand er mühelos den eingang zudem stinkenden Etwas, das im Sonnenschein betrachtet wie der Bau eines geisteskranken Fuches ausgesehehn hätte.<br />
Hundegebelll ließ die verwahrloste Gestalt aus ihrem unruhigen Schlaf aufschrecken. Ohne zu zögern riss er das Bündel, welches er immer noch umklammert hielt, auf und biss wie ein Irrer hinein. Der ungewohnte Geschmack von Gebratenem Fleisch ließ in für den Bruchteil einer Sekunde stocken. Er schmatzte genüßlich, wobei ein wenig Blut seinen Mundwinkel herunterlief.<br />
Das Fleisch war perfekt gebraten. Genau wie er es mochte.<br />
Als sich selbst Teile des Bündels in seinem Magen befanden, legte er es zu den restlichen Sachen die in seinem Erdloch lagen. Abgenagte Skellette einer gesamten Fuchsfamilie.<br />
Es war ihm völlig gleich was es für ein Fleisch war, das er gerade gegessen hatte und da er sich in den letzten Tagen nur von Fäkalien und morast ernährt hatte, hatte er auch keinen vergleichbaren Geschmack an den er sich erinnern könnte.<br />
Er hatte es vom Opferaltar irgendeines ihm egalen Gott gestohlen. War es Schwein gewesen? Oder Hammel? Oder Mensch? Ihm war es sowieso egal. Seine Skrupel und seine Moral waren schon lange tot.<br />
Auf jedenfall war das Opfer etwas Wert, da die Wächter ihn mehrere Stunden lang verfolgten. Aber in dieser kargen Gegend ist alles wertvoller als ein Menschenleben.<br />
Als es hell wurde überkam ihm plötzlich eine extreme Übelkeit beim Anblick seiner Behausung. Verwehsende Tierteile, Fäkalien, Blut und Morast vom Regen zu einer undefiniertbaren, übel stinkenden Flüssigkeit vermischt. Er erbrach sich so heftig, dass ihm die Brühe bis zu den Knien anstieg.<br />
Angewiedert von sich selbst kroch er den glitschigen Rand des Erdloches hoch. Von oben betrachtet sah es wie eine eiternde Wunde, die von einer gewaltigen obskuren Waffe in die Erde gerissen wurde.<br />
Aber er musste weiter, raus aus diesem Land. Skrupellosigkeit und Wahnsinn haben ihn in diese Lage gebracht, Skrupellosigkeit und Wahnsinn werden ihn auch wieder aus dieser Lage bringen.<br />
Beim Aufrichten schweifte sein Blick über die Landschaft um ihn herum. Sie war ein Spiegelblid seiner Seele: Vom Regen zerstörte Erde, Gras- und Ertragslos. Knorrige, blattlose, tote Bäume, wie Grabsteine über die graue Landschaft verteilt. Nebel, grau wie ein Leichentuch. Ein kalter Wind, der nur den Zorn zurücklässt. Nur Dornenbüsche wuchsen noch, um Tiere mit ihren Stachel zu zerreißen.<br />
Eine in der ferne aufsteigende Rauchsäule, sich klar vom Nebel absetztend, schaltete seinen Verstand aus und übergab die Kontrolle seinen Instinkten.<br />
Egal ob es Plünderer, Soldaten oder Bauern wären, Essen hätten sie auf jeden Fall und wenn nicht würde er wieder skrupellos werden.<br />
<br />
Der herzhafte Duft von gebratenem Fleisch stieg ihm in seine Nase und steiderte seine Trance in eine geradezu exstatische Raserei. Immer schneller bewegte er seine dürren Glieder auf den Rauch zu. Wie ein Pfeil, der dursch ein Unwetter fliegt, raste er nun schon auf allen Vieren den Hügel hoch von dem der Rauch aufstieg. wie ein tollwütiges Tierstürmte er auf ein paar matschverschmierte Zelte zu.<br />
Pfeile surrten durch die Luft, zerschnitten die Luft und seine Arme, Kampfgeschrei schallte ihm von oben entgegen. Blutlust stieg in ihm auf und als er den ersten der Soldaten vor sich hatte sprang er ihm wie ein Wolf an die Kehle. Wie gelähmt fiel der Mann zu Boden. Er spürte wie dessen Halsknochen zwischen seinen Zähnen zersplitterten. Blut spritzte ihm ins Gesicht.<br />
Ein anderer der ingesamt drei Soldaten Entsetzen auf dem matschigen Untergrund aus und rutschte unaufhaltsam auf den Schlächter seines Kameradens zu. Unnartürlich spitze Fingernägel rammten sich in die Augen des Ausgerutschten. Im Innern des eigenen Kopfes gepackt, schmetterte ihn sein Gegenr erbarmungslos herum, griff ihnam zum Schreien aufgesperrten Kiefer und riss diesen mit einem gewaltigen Ruck ab.<br />
Der letzte Soldaten fiel traumatisiert auf seine Knie. Sein Schwert, nutzlos gegen diesen Gegener, glitt ihm aus der Hand. Ein stummer Schrei entwich seinem Mund.<br />
Der personifizierte Hass schritt nun auf ihn zu.<br />
Dürr wie ein Skellett, blutverschmiert, in zerrissene Fetzen gehült, verdreckt, Fingernägel, spitz wie Pfeilspitzen, den Kiefer eines Toten in der hand. Dazu schwarze Augen, kalt, zornig und hasserfüllt.<br />
Enzig die Gliedmaßen und die Haare ließen darauf schließen, dass es sich noch um einen Menschen handelte.<br />
Unbarmherzig schlug er den abgerissenen Kieferknochen in den immer noch aufgerissenen Mund seines Opfer. Wieder und wieder. Aggressionen enntluden sich, aber es war nicht das richtige Opfer für diese Wut. Sofort ließ er von dem zerstückelten Gesicht des Soldatens ab und die Raserei endete.<br />
Sein altes Ich kam hervor und es schrie in die Unendlichkeit der trostlosen Nebellandschaft. Alle Menschen die er getötet hatte, all das Blut das er getrunken hatte, erdrückten seine Seele. Der Schrei brach nicht ab. Er schrie seine Schuld heruas in die Leere.<br />
Er spuckte Blut und lief dunkel an, riss sich die Lumpen vom Leib und warf sie mit all seinen Taten von diesen Hügel herunter.<br />
<br />
Was kam waren der Scmerz und die Erschöpfung. Nackt wie er geboren wurde kroch er in eins der verdreckten Zelte und legte sich auf einen der Schlafplätze seiner Opfer.<br />
Samuel schlief ein.
]]></description>
            <author>Hjalmar</author>
            <pubDate>Mon, 26 Feb 2007 17:32:57 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/748</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Gedankenfahrt</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/743</link>
            <description><![CDATA[
Wieder einmal Bus fahren. Der Busfahrer startet den Motor und nur einen kurzen Augenblick später knickt mein Kopf gegen die Scheibe des Busses ab. Ich bin müde und bin es immer noch. Halb im schlaf gehen mir jede Menge Dinge durch den Kopf, ich versuche die Gedanken zu ordnen, zu verstehen. Warum beschäftigen mich all diese Dinge? Mache ich mir das Leben nicht schwieriger? Einfach frei sein von wirren Gedanken und das Leben genießen und sich über die kleinen Dinge im Leben freuen. Es ist nicht so, dass mich diese wirre Anzahl an Gedanken einmal beschäftigt. Nein, sie kommen wieder. Tag für Tag. Mich macht es krank im Kopf, dass ich mich jeden Tag mit ähnlichen Themen beschäftige. Ist es schon zwanghaft über manche Themen nachzudenken? Sollte dies der Fall sein, sind es keine Gedanken mehr, es ist zwanghaftes Sinnieren. Macht uns unsere Gesellschaft krank in der wir leben? Ich weiß es nicht. Manchmal, habe ich das Gefühl ich bin älter und reifer geworden. Müsste so langsam Lösungen für meine Gedankenströme finden, sie vielleicht ordnen können, aber vielleicht liegt auch hier das Problem. Ich kann es nicht. Als mein Kopf, bedingt durch ein Schlagloch, gegen die Scheibe schlägt und ich aus meinem undefinierbaren Zustand kurz erwacht. Denke ich an ein Buch, dass ich vor kurzem gelesen habe. Ist meine Seele mit einer dicken Fettschicht überzogen? Hat sich diese Schicht im laufe, meines doch kurzen Lebens, an ihr gebildet und ich habe es nicht gemerkt? Wie sieht es bei den Anderen aus, meinen Freunden aus. Was beschäftigt sie? Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Mache ich mir das Leben durch diese Tatsache leichter, dass ich es nicht weiß? Ich komme mit meinen eigenen Gedanken noch nicht einmal klar, wie soll ich mich dann noch um die meiner Freunde kümmern. Wenigstens ein versuch könnte ich unternehmen, aber dafür fehlt mir die Kraft. Machen sich eigentlich meine Freunde Gedanken über mich? Interessiert es sie wie es mir geht? Tief in meinem Inneren, hoffe ich es. Sicher kann ich mir, aber nicht sein.
]]></description>
            <author>Skalte</author>
            <pubDate>Fri, 23 Feb 2007 23:48:10 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/743</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ich sterbe</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/713</link>
            <description><![CDATA[
Ich schrei es in die Welt hinaus<br />
Doch niemand hört mich<br />
Mein Herz zerfällt und niemand kann etwas dagegen tun<br />
Meine Seele stirbt und ich kann es nicht aufhalten<br />
Ich will sterben, denn ich fehle dir nicht<br />
Du hast mich verlassen und mein Leben zerbricht<br />
Zwei Jahre voller Liebe, enden in Leid und Schmerz<br />
Ich liebe dich bis mein Körper zerfällt<br />
und mein Geist in dem Schmelztiegel der Hölle verglüht<br />
Du gehst und mit dir nimmst du alles was mich am leben hält<br />
Ich leide Qualen, weil du wegwirfst was ich bin<br />
Mein Körper ist hier und redet mit Fremden<br />
Mein Herz ist bei dir und vergiest Tränen<br />
für jedes Wort, dass nicht gesprochen wurde<br />
Ich will sterben, wegen der Liebe die du mir untersagst<br />
Ich will sterben, wegen der Einsamkeit die du hinterlässt<br />
Ich gehe ein vor Kummer, weil du nicht bei mir sein willst<br />
Ich sehe die Libe und weiß, das&nbsp; sie mir genommen wurde<br />
Ich will dich hassen, weil ich wegen dir leide<br />
Doch ich kann dich nur lieben, weil du alles bist was ich brauche<br />
Du vergisst mein Herzblut und das tut weh<br />
Du bist, was mich am leben hält<br />
Ich liege verkümmert in der Ecke und falle niemandem auf<br />
Dein Herz lag in meiner Glasvitriene und du nahmst es mir weg<br />
Mein Herz liegt in deiner Kiste wo du nicht siehst wie es verwehst<br />
Und wenn doch, dann ist es dir egal<br />
Du stehst daneben, während ich sterbe<br />
Du sagst "Hör auf!" aber du trittst nach mir<br />
Mehr als Freundschaft empfindest du für mich<br />
Aber aufbauen was mal war und wieder sein kann, willst du nicht<br />
Du brauchst mich nicht, aber ich dich um so mehr<br />
Du liebst mich nicht, aber ich dich um so mehr<br />
Du willst mich nicht, aber ich dich um so mehr<br />
Ich liebe die Liebe, die Liebe hasst mich und der den ich liebe, der leibt mich nicht<br />
Schmerz ist das was ich spühre und Schmerz ist das womit ich sterbe<br />
Und das noch in dieser Nacht<br />
Meine Liebe geht, und ich mit ihr
]]></description>
            <author>Linn</author>
            <pubDate>Sun, 21 Jan 2007 09:21:58 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/713</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Silvestergedanken</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/696</link>
            <description><![CDATA[
Silvester! Wieder einmal hat sich die Erde einmal um die Sonne gedreht und das feiern wir. Wir nehmen uns gute Vorsätze für das neue Jahr. Warum eigentlich an diesem Tag, an dem um Mitternacht fast die ganze Menschheit auf den Beinen ist und mit Sekt anstößt? Alle Leute sind lustig, was wohl in erster Linie mit den Alkoholkonsum im Zusammenhang steht. Die verhasste Freundin wird fröhlich umarmt und auch ihr wird ein frohes neues Jahr gewünscht. Die guten Vorsätze werden ausgetauscht oder für sich behalten. Warum nimmt man sich an diesem besagten Tag einen guten Vorsatz?<br />
Sollten gute Vorsätze nicht dazu dienen sein Leben in geordnete Bahnen zu bringen. Einer der häufigsten Vorsätze ist es wohl, mit dem Rauchen aufzuhören. Ist es nicht Heuchlerei an einem ganz normalen Tag im Jahr? Vielleicht braucht der Mensch so einen Tag, um seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Seine Wünsche kennen an diesem einen Tag keine Grenzen. Die Träumerei hält Menschen am Leben.<br />
Dieser monotonen Silvesterheuchlerei wollte ich dieses Jahr entfliehen und so hat es mich nach Köln auf das „Ärzte-Konzert“ verschlagen. Es war für mich ein Versuch, gegen die Norm des allgemein hohen Alkoholkonsums, wie ein Großteil unserer Gesellschaft das Jahr verabschiedet und ein Neues begrüßt, anzugehen.<br />
Als Joss und ich mit dem Auto in Köln ankamen, hatten wir zuerst keine Ahnung wo wir eigentlich sind. Nach einer Irrfahrt durch die Stadt und der Überquerung des Rheins mit einer schönen Aussicht über Köln war mir klar, dieses Silvester wird anders. Die Ärzte spielten satte drei Stunden und oft konnte ich in ihren Liedertexten versinken. Ich dachte an Momente, die ich mit den Songs verbinde und konnte Abstand nehmen von dem ganzen Neujahrstrubel. Hinzu kam das unbeschreibliche Gefühl auf der Rasenfläche des Stadions zu stehen und von den Rängen wurde lautstark mitgesungen. Was für eine Geräuschkulisse! Was für eine Atmosphäre!<br />
Ich bin froh, dass ich Silvester so verbracht habe und als Joss und ich von der Autobahn abfuhren, kam bei mir dann doch noch Silvesterpartystimmung auf. Da war der Silvestertrubel aber schon wieder vorbei.
]]></description>
            <author>Skalte</author>
            <pubDate>Tue, 02 Jan 2007 15:42:28 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/696</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Flamme der Athanasie</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/693</link>
            <description><![CDATA[
Es machte den Eindruck des Wohnzimmers einer amerikanischen Vorstadt-Familie. Hier und da eine Pflanze. Zierlich und klein. Gut im Raum proportioniert.<br />
Ein Holztisch, schlicht, bedeckt mit einer anscheinend selbst gehäkelten Tischdecke.<br />
Ich musste irgendwo zwischen Party und Tiefschlaf geraten sein. Mein Erinnerungsvermögen konnte mir nicht mitteilen, wie und aus welchem Grund ich hierhin gelant war.<br />
Und nun stand er vor mir. Damals kannte ich seinen Namen nicht, und aus meinem Respekt heraus, hatte ich auch nicht den Mut, ihn danach zu fragen.<br />
Immer, wenn ich darüber rede, nenne ich ihn Samuel.<br />
Samuel sah gar nicht so alt aus. Ich schätzte ihn auf Mitte zwanzig. Keine Falten, keine Narben, Lange Haare. Und ein unheimlich, in die Länge gezogener Anzug mit einer schwarzen Krawatte.<br />
Einzig seine Augen verrieten, dass etwas an meiner Einschätzung ihm gegenüber falsch war.<br />
Die Augen waren der einzige Blickkontakt zu seinem Körper, welchen ich über einen längeren Zeitraum hinweg einschätzen konnte. Ich war fixiert.<br />
Was genau Samuel wollte, konnte ich in den erste Minuten unseres Zusammentreffens nicht verstehen.<br />
Er sprach nicht mit mir. <br />
Erst, als ich mich weiter auf ihn zu bewegte, bewegte er seine Hand, neigte den Kopf etwas nach vorne und sprach "Du bist aus keinem Grund hier. Nichts materielles hat dich hierhin geführt. Es war dein freier Wille. Deine Sehnsucht&nbsp; und die geistige Ohnmacht in deinem Kopf. Es gibt nich viel zu sagen, einzig und allein dein Verstand wird dir nun helfen können".<br />
Ich fühlte mich wie vor einem Gericht. Mit der Außnahme, dass es nur den Richter gab. Keine Zeugen, kein Staatsanwalt. Keine Gerichtsdiener und keine Zuschauer.<br />
All dies konnte nur bedeuten, dass man Strafmaß und die Strafe längst festgelegt hatte. Dass ich ab jetzt sagen könne, was ich nur wollte. Es würde an dern Ausgangssituation nichts ändern.<br />
Ich fragte mich, für was ich verurteilt werden sollte. Ich wollte es wissen.<br />
Samuel schwieg. Er machte nicht den Anschein, es mir mitteilen zu wollen. Die Hoffnung, mit ihm reden zu können, und eine Erklärung für alles zu kriegen, hatte ich von Anfang an nicht gehegt.<br />
Also, wieso war ich hier. Woher kam Samuel und für was sollte ich hier nun vor diesem "Alles in einem" Gericht zu einer festgelegten Strafe stehen?<br />
Ich machte es wie im Fernsehen. In den Krimis,&nbsp; da schaut sich der Kommissar auch immer die Umgebung an, um etwas festzustellen. Also musste es hier ebenfalls klappen.<br />
Nach mehreren Minuten gedankenlosen Umherschauens bekam ich es endgültig mit der Angst zu tun.<br />
Nichts, keine einzige Spur von einem Hinweis. Doch spätestens jetzt hätte ich die vielen Hinweise längst erkennen müssen. Samuel war der Hinweis. Ich wusste zum damaligen Zeitpunkt nicht, wie genau ich es interpretieren. Jetzt, an dieser Niedeschrift hier, ist es mir bewusst geworden.<br />
Samuel war die Tat, für die ich verurteilt wurde. Und er war das Urteil. Die Nächte in völliger Depression. Die Drogenexzesse. Alles, was ich in den Nächten gemacht habe, überall wo ich war. Samuel konnte es sehen. Denn er war der Auslöser und das Ergebniss von all dessem.<br />
Ich suchte einen Sinn, ein Verständniss und eine Lösung. Für alles, was ich jemals tat.<br />
Ich suchte den Sinn für meine Existenz, den Sinn nach meinem Leben. So klischeeverhaftet und depressiv all dies klingen mag. Es war die einzige mögliche Erklärung für meine Situation.<br />
Samuel hebte den Kopf. Wieder waren es seine Augen, welche den Blickfang begannen. Ich konnte mich nicht abwenden. Er sprach kein Wort. Doch ich wusste, er hatte es gemerkt. Er hatte gemerkt, dass ich verstanden hatte, warum ich hier stehe. Nun musste es an ihm liegen, mich zu verurteilen und die Strafe zu vollstrecken.<br />
Ab diesem Moment kannte ich keine Angst mehr. Ich wusste, ich konnte nicht fliehen.<br />
Ich schaute weiter Samuel an. Bald müsse er doch was sagen. Ein Zeichen, Irgendetwas.<br />
Es passierte nichts.<br />
Ich hatte doch getan, was ich konnte. Ich verstand, warum ich hier war, ich machte keine Anzeichen von Angst.<br />
Nun lag es doch in den Händen von Samuel, mich zu richten.<br />
Er setze sich an den Tisch. Da war etwas in seinen Händen. Etwas kleines. Ich konnte es im ersten Moment nicht erkennen, doch es musste der Faktor meines Strafmaßes sein.<br />
Was ich dann hörte, waren die letzten Worte Samuels, welche je an mein Ohr dringen sollten.<br />
"Du hast den Sinn gefunden. Dies ist keine Strafe für dich. Es ist die Erlösung".<br />
Er öffnete seine Hand. Es war für mich wie ein Geburtstag. Man erhält die Geschenke, und erwartet großes. Große Pakete, und viele.<br />
Doch alles, was sich dort in seiner Hand befand, war ein simples, nachfüllbares Plastikfeuerzeug.<br />
Ein Feuerzeug, nichts anderes. Er legte es auf den Tisch.<br />
"Zünde es an, und es wird die das ewige Leben geschenkt. Schau mich an. Ich lebe ewig. Man braucht keinen Sinn und keine Logik einer Existenz suchen, wenn man ewig lebt. Du musst wissen, ich bin wie du. Ich habe dich immer begleitet und alles beobachtet. Du hast die selben Ängste Sorgen, welche mich einst plagten. Sei dir bewusst. Dies hier ist keine Strafe für dich. Es ist eine Strafe für deine Gefühle. Nimm das Feuerzeug. Es gehört dir. <br />
Die Flamme der Athanasie. Du bleibst, wie du bist. Körperlich wirst du nicht älter. Schau dich an. Du bist in deinem besten Alter. Nimm es und enzünde es."<br />
<br />
Es kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit, in der ich das Feuerzeug auf dem Tisch ansah. Ich wusste, Samuel würde nun nichts mehr sagen. Alles was ich wissen musste, hatte er mir nun mitgeteilt.<br />
Meine Entscheidung, meine Willenskraft sollten nun mein Handeln bestimmen.<br />
Doch nun sitze ich hier und schreibe das vergangene auf. Ich habe das Feuerzeug nicht an mich genommen.<br />
Wie ich zurück gekommen bin in meine Welt, das werde ich wohl niemals erfahren.<br />
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das ewige Leben nicht die Lösung gewesen wäre. Samuel wird es gut gehen. Vielleicht sitzt er auch gerade neben mir und ist enttäuscht über meine Entscheidung.<br />
Mittlerweile glaube ich, dass er Gesellschaft gesucht hat. Er konnte sein Dasein des ewigen Lebens nicht alleine verarbeiten.<br />
Den Fall der Menscheit zu betrachten, die Zeit an sich vorbeiziehen zu sehen und eins werden, mit der Ewigkeit, lauschend dem Verfall. Dies war nun wohl Samuels einziger Weg.<br />
Diesen nicht begangen zu haben, dem Gericht seinerseits aus dem Weg gegangen zu sein, und die Chance des ewigen Lebens nicht wahrgenommen zu haben.<br />
Es machte mir Hoffnung. Ich kann nicht sagen, dass Ängste und Depressionen verflogen sind. Das Leben mit all seinen Schlaglöchern ist weiterhin mein einziger Weg. Jedoch kann ich jetzt sagen, ich hatte eine Möglichkeit, mich dem zu entziehen. Und ich habe sie nicht wahrgenommen.<br />
Athanasie ist wie Alkohol. Die Lösung und der Ursprung eines Problems.<br />
Und Samuel kannte es. <br />
Ich vermisse ihn und seine Augen.
]]></description>
            <author>Kris</author>
            <pubDate>Sun, 31 Dec 2006 11:26:52 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/693</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Einbruch</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/677</link>
            <description><![CDATA[
<b>„Machen Sie die Tür auf! Ihr Haus ist umstellt“</b><br />
Geblendet vom grellen Licht der Scheinwerfer, vom Geruch des Tränengases realisierte ich, dass sie mich gefunden hatten. Sie würden in mein Haus eindringen, mich herausziehen und die letzten Stücke meiner Existenz auseinander reißen.<br />
Die Tür aufgebrochen, auf dem Boden liegend, mit der Waffe im Genick. Es ging mir gut. Sie hatten mich befreit aus meiner Welt, welche längst wie ich am Boden lag, mit Tränen im Gesicht. Nun kommt schon, drückt ab, tut es. <br />
Ich wusste, es würde kein Schuss fallen, keine Faust sich erheben, so lange ich weiterhin keinen Widerstand leisten würde. Das hatte bereits damals nicht geklappt, und auch heute würden sie mir diesen Gefallen nicht tun.<br />
<b>„Diese Welt ist kein Trümmerhaufen. Du bist der Haufen“</b><br />
Bei weitem wusste ich schon lange nicht mehr, ob ich es als eine Monotonie, oder möglicherweise doch als eine Art unterbewusste Aufgabe wahrnehmen solle. <br />
Die Aufgabe, das Leben zu meistern. In den Kindergarten gehen, Freunde finden, einen Schulabschluss machen, einen Beruf erlernen, zu heiraten, Kinder zu kriegen, ein Haus zu bauen und letztendlich zu sterben. <br />
<b>"Wir haben uns noch eingebildet, etwas hätte einen Sinn."</b><br />
Die Erfüllung aller Glückseeligkeit ist ein Gebilde, ein Gerüst aus Lügen und Intoleranz, Scheinheiligkeit und Ignoranz.<br />
Nichts erfüllte mich, weder Arbeit noch Vergnügen. Vielleicht das Schreiben, welches keines von beiden darstellte. Einfache Kunst, welche keinen Respekt und keine Anerkennung, keine Selbstsicherheit und Motivation benötigt. Die anonyme Vollendung von Lebensweisen.<br />
Ich konnte noch so oft schreiben, weinen, mich betrinken oder in Depressionen versinken.<br />
Es würde an der Aggression, der Trauer, der Wut und der Ohnmacht nichts ändern. Ich wollte verändern, ich wollte kämpfen.<br />
<b>„Wer keinen Mut zu träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen“</b><br />
Das, was du mit deiner Geburt begonnen hast, wird in naher Zukunft kein Ende finden.<br />
Nachdem sie in mein Haus eingedrungen waren, mich geschlagen und getreten hatten, durfte ich endlich die heiligen Hallen zum Verhör betreten. Alles, sie wollten alles über mein Leben wissen. Wie hätte ich mich verhalten sollen, hätte ich nicht geschwiegen? Ich kann diese Art von Leben nicht beschreiben.<br />
<i><b>Sich selbst über einen Sinn, eine Notwendigkeit von Leben klar zu werden, ist die größte Kunst, die größte anzuerkennende Arbeit, welche ein Mensch leisten kann.</b></i>
]]></description>
            <author>Kris</author>
            <pubDate>Wed, 20 Dec 2006 08:49:02 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/677</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Ich und der BMW</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/664</link>
            <description><![CDATA[
Langsam kommt mir alles vor wie Einträge in ein Tagebuch. Jeder Gedanke, jedes Gefühl, welches ich hege, wird irgendwo unter einer bestimmten Kennung abgelegt.<br />
Ich denke, als ich heute Morgen aufwachte, jemanden ansah, einen Kaffee und eine Zigarette nach langer Zeit wieder zu zweit genieße konnte, da hatte ich es verstanden. <br />
Die Unterdrückung von Gefühlen.<br />
Stell dir vor, du hast etwas gewonnen. Einen brandneuen BMW 5er. Du weißt, du hast einfach verdammtes Glück in diesem Moment, dir geht es gut. Du würdest dich am liebsten direkt reinsetzen, losfahren und alles genießen.<br />
Ich könnte es nicht. Ich habe Angst vor allem. Würde es nicht meine Bewegungsfreiheit einschränken? Würde es mir nicht die Kontrolle über meine Zeit entziehen, über meinen normalen Tagesablauf, so wie ich ihn bis jetzt immer hatte? Mir fällt kein besser passendes Beispiel als jenes ein, welches die Ängste und Gefühle vor einer Beziehung, vor Liebe beschreiben könnte.<br />
Du lernst jemanden kennen, es funkt direkt und es geht dir gut. Du verbringst eine Nacht miteinander und freust dich auf den Morgen. Dann schlägt die Ernüchterung ein. Alles war falsch. Du möchtest nur noch alleine sein, denn du weißt, es tut dir und anderen gut. <br />
Wie kann ich jemandem Liebe entgegenbringen, wenn ich weiß, dass sie nur für einen Tag, eine Nacht reicht? Wenn du weißt, du kannst einfach nichts miteinander anfangen. Da sind die Ängste und Sorgen, welche dich immer wieder zurückwerfen. Nun gut, vielleicht sollte ich hierbei auf das Beispiel mit meinem 5er BMW zurückkommen. Im ersten Moment ist es schön, du bist sorglos, genießt alles. Doch was ist, wenn du wieder aussteigst? Du denkst darüber nach, wie es weiter geht. Wirst du ihn behalten oder verkaufen? <br />
Vielleicht solltest du dich reinsetzen und mit 220 Sachen auf eine Betonwand zufahren. Somit hätte sich alles erledigt. Das Auto ist zerstört und mit dir all die Ängste ebenso.<br />
Ich wurde gefragt, wieso ich keinen Schritt weiter gehe, wieso ich mich nicht für eine Nacht einfach fallen lassen. Die Antwort ist so schwer und einfach zugleich. Hey Süße, ich will mich schützen, und dich beschützen. Ich könnte euch allen nicht wehtun, ich will es nicht. Und somit kapselt man sich wieder ab. Man weiß, nichts würde gut gehen, so lange noch Ängste und Sorgen da sind, welche einem jedes schöne Gefühl zunichte machen.<br />
Ich würde nun gerne Hand in Hand über den Weihnachtsmarkt gehen, eine Zigarette im Bett rauchen, gemeinsam um die Häuser ziehen.<br />
Vielleicht es nur eine zeitweilige Gefühlslage, vielleicht eine Lektion, welche mir das Leben bietet. Eines Tages wird all dies vorbei sein. Dann werde im Bett liegen und dich ansehen, dann werde ich froh sein, eine Bindung zu haben.<br />
Und dann nehme ich dich mit in meinem BMW, fahre über die Autobahn und denke nicht mehr über, gestern, heute und morgen nach.<br />
Denn letztendlich bin ich frei! <br />
<br />
<blockquote class="quote"><div class="quote_inner">So here I go again<br />
We had our chance<br />
half smile, you look my way<br />
run now and some might say<br />
<br />
We all die alone.<br />
We all die alone.<br />
We all die alone.<br />
<br />
And I'll never forget what killed us<br />
she screams to be alone<br />
Going over it in my head<br />
What's left, what's left to say<br />
<br />
We all die alone.<br />
We all die alone.<br />
We all die alone.<br />
</div></blockquote>
]]></description>
            <author>Kris</author>
            <pubDate>Sun, 10 Dec 2006 14:31:40 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/664</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Für immer vielleicht....</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/663</link>
            <description><![CDATA[
<blockquote class="quote"><div class="quote_inner">Ich habe in letzter Zeit über viele Dinge nachgedacht, und in meinem Kopf herrscht das reine Chaos.<br />
Es ist schwer,etwas wirklich zu begreifen und festzuhalten.<br />
Weil es einem schneller duch die Finger flutscht,als man blinzeln kann, und schon hat man die Kontrolle verloren.<br />
Unser Leben besteht aus Zeit, unsere Tage werden nach Stunden berechnet, <br />
wir werden nach diesen Stunden bezahlt, unser Wissen wird nach Jahren bemessen.<br />
Wir klauen uns ein paar Minuten aus einem voll gestopften Tag für eine Kaffeepause.<br />
Wir rennen zu unserem Schreibtisch zurück, <br />
wir werfen einen Blick auf die Uhr,<br />
wir leben nach unserem Terminkalender.<br />
Und dann ist unsere Zeit irgendwann aufgebraucht, und im Innersten unseres Herzens fragen wir uns, <br />
ob wir diese Sekunden,Minuten,Stunden,Tage,Wochen,Monate,Jahre und Jahrzehnte vielleicht besser hätten nutzen können.<br />
Alles dreht sich um uns herum, ein Karussel aus Beruf,Familie,Freunden und Liebhabern...<br />
Am liebsten möchte ich ganz laut "Stopp!" rufen, ein paar Dinge neu ordnen und dann erst weitermachen.<br />
</div></blockquote><br />
Das Zitat stammt aus einem Roman namens "Für immer vielleicht" er ist so typisch kitschig aber trotzdem toll geschrieben.<br />
Ich fand es sehr passend zu meiner momentanen Gefühlslage gegenüber der Zeit und dem Leben.<br />
MJ
]]></description>
            <author>MaJule</author>
            <pubDate>Sat, 09 Dec 2006 19:13:33 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/663</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Fisch</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/658</link>
            <description><![CDATA[
<div style="text-align:justify">Fisch. Endlose, erbärmlich intensiv fischige Stände, voll gefüllt mit stinkendem, verwest anmutendem Fisch. Sinneswahrnehmungen wie bei schmutzigem Sex, der einem den Darm hinaufkriecht. Der Blick durch die Gassen, der kalte Schauer, der die Haut hinaufzieht, der frostige Wind, der in jede Ritze des Leibes zieht und von innen heraus jeden plausiblen Gedanken elendig isoliert und vernichtet.<br />
Fisch. Schmutziger Fisch. Dreckiger Fisch, eine dreckig fickende Gesellschaft.<br />
Gereizt den einsamen Anblick einer bebenden, stinkenden Masse zu entfachen. Ein Streichholz in das leere Getümmel zu werfen und den stinkenden, verzweifelten Seelen zuzuschauen, wie sie gedankenlos verbrennen.<br />
Der eisige Wind zieht tiefer unter Kleider und Mäntel, der Schritt wird behaglicher, blendet man aus. Auf samtigem Kies zieht der Weg seine Adern durch ein großartiges Schlachtfeld der verlorenen Träume und Wünsche. Mit nackten Füßen auf dem Weg zu schreiten, jedem Ascheberg zu entfliegen.<br />
Jener Wind, der der Grabesruhe ihre angesengten Kleidungsfetzen entreißt und sanft durch die Luft trägt. Nun wird er wohlig warm und zieht mit dem Weg seine Bahnen von den Trümmern, von verkohlen Gestalten.<br />
Einsam wirkt dieser neue Fluß, aber voll an reichen Gedanken, belebt durch den Kuß des reizend warmen Windes. Jede Knospe am Wegesrand, nun im Mittelpunkt des Seins, weist dem Weg seine Richtung. Am Hafen dann und nun, schaut das tiefe schwarze Wasser hinauf, schaut dir ins Gesicht. Die Dielen knirschen unter jedem Schritt den du nimmst deine Freiheit zu finden. Der warme Wind bläst dir in den Rücken und drängt dich den Pfaden deines Massakers zu entfliegen und zu vergessen. Für den Moment:<br />
Segel zu setzen, das Meer zu ergründen. Wie du treibst, so wirst du getrieben. Wenn dort jener Wind die Segel glänzen läßt und neue Ufer mit samtigem Kies auslegt. So stehst du am Hafen und die Dielen zerreißen hinter dir, setzt du den Fuß vom Wind getrieben auf das treibende Boot. So zerbersten die Asche und die Dielen, treibt dich der Wind in Richtung Morgen.<br />
Hemmungslos und Wahnerfüllt.</div><div style="text-align:right">Neustadt - 30. September 2006</div>
]]></description>
            <author>Olgar ♪</author>
            <pubDate>Wed, 06 Dec 2006 17:13:14 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/658</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Zweierlei</title>
            <link>http://dasbrot.info/forum/thread/656</link>
            <description><![CDATA[
ich bin ich!<br />
wer bin ich? Dr jackyl.<br />
ich experimentiere gerne. <br />
kann man geist und tat trennen?<br />
sonnenstrahlen, so weit entfernt von der sonne; die nacht bricht herein und sie verschwinden.<br />
<br />
ich bin ich!<br />
mr hide.<br />
die nacht scheint in mir, reflektiert den tag. <br />
vorzeichenwechsel.<br />
<br />
zwiespalt. verrinnende zeit. kommt nacht, kommt tag. kommt tag, kommt nacht.<br />
<br />
kommt der polizist!
]]></description>
            <author>Mütze</author>
            <pubDate>Mon, 04 Dec 2006 22:20:52 +0100</pubDate>
            <guid>http://dasbrot.info/forum/656</guid>
        </item>
    </channel>
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