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Argh! Wieso muss man denn gleich ans Töten von IRGENDJEMANDEN denken? Wie wärs mit Töten als letzte Alternative, anstatt als erste Möglichkeit des folgendes Handelns zu sehen?
Warum wird nicht erstmal die gegenwärtige Lage reflektiert? Was habe ich falsch gemacht, was hat sie falsch gemacht, wie ist der Zustand unserer Beziehung vor ihrem Trennungswunsch gewesen, welche Ereignisse und Situationen haben zu diesem geführt, usw. also überhaupt erstmal rein logisch und vernünftig die kausalen Zusammenhängen zurückgehen. Nein, stattdessen:
"Sie macht Schluss." --> (der ganze logische, rationale Quatsch wird übersprungen) --> "Irgendjemand muss jetzt sterben."
Ich finde, dass heutzutage zu sehr oft nach absoluten Lösungen gesucht wird. Für alles muss es eine total richtige Handlung und Schlussfolgerung geben. Aber das gibt es nun mal nicht.
Die Schablonen für "absolute Lösungen" finden wir zu Hauf in den Medien.
Und diese versuchen dann viele junge Menschen als eine Art feste Richtlinie über das eigene Leben zu stülpen. Aber es gibt keine Richtlinien in der Realität. Was in der Serie funktionierte, muss nicht unbedingt in der Wirklichkeit funktionieren. Jede Situation, jedes Ereignis, das zwischen Menchen stattfindet ist EINZIGARTIG, und es kann keine absolut richtiges Verhalten für jede Situationen geben. Dann ist es nur noch Persönlichkeitsabhängig, was passiert. Und Persönlichkeiten, gibt es so viel verschiedene, wie es Menschen auf der Welt gibt.
Die Medien sind auch daran Schuld, dass bestimmte Satzkonstallationen verfloskelt wurden. Zum Beispiel wird "Wir können doch Freunde bleiben" mit "Ich möchte Schluss machen, aber du sollst jetzt deswegen nicht wütend auf mich sein" gleichgesetzt, obwohl die Person es mit der Freundschaft ehrlich meinen könnte.