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Reply · Quote aflatter (Moderator) #1
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Subject: Mit steigender Intelligenz nimmt die Fähigkeit zu Fühlen ab
Der Gedanke ist mir eben gekommen.
Wie ist egal, warum ist egal & meine eigene Meinung stellt diese Aussage auch nicht dar.  ;-)
Kommentiert.
Diskutiert.
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Reply · Quote Eo #2
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Ich bin nicht der Ansicht, dass Intelligenz und die Fähigkeit zu Fühlen miteinander in Korrelation stehen.
Manche sind Gefühlsstumpf und gleichzeitig auch nicht besonders helle. Dann gibt es andere, deren hohe Intelligenz auch mit einem intensiven Gefühlsleben einherkommen, wie zum Beispiel bei Goethe, Schiller, etc.
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Reply · Quote Daniel (Moderator) #3
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Ich denke, Goethe ist hier ein ziemlich schlechtes Beispiel, da er von seinen Zeitgenoßen meißt als wenig intelligenter Teatraliker (wird das so geschrieben?) beschrieben wird (es gibt zu diesem Thema ein recht berühmtes Buch, dessen Titel mir grad nicht einfällt).

Weiterhin bin ich der Ansicht, dass Flatters Aussage durchaus seine Grundlage hat. So gibt es zum Beispiel Menschen, denen Schule (insbesondere Naturwissentschaften) besonders liegt. Die sind meiner Erfahrung nach oft recht "kalt" im Sinne von Emotionslosigkeit.

Das Fazit würde für mich folgendermaßen lauten: Talent bzw Begabung bedeutet nicht unbedingt Intelligenz; es gibt meiner Erfahrung nach Menschen, deren Begabung sie dermaßen in Anspruch nimmt, dass diese ihren Emotionen mindere Bedeutung zumessen.
"Mmm... brunnenkress-ig"
This post was edited on 2006-05-14, 12:10 by Daniel.
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Reply · Quote der Yannik #4
User title: flying burrito
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Zu Goethe:
Quote by Schillers Mädchen von Orleans:
Es liebt die Welt, das Strahlende zu schwärzen
Und das Erhabne in den Staub zu ziehn;
Doch fürchte nicht! Es gibt noch schöne Herzen,
Die für das Hohe, Herrliche entglühn.

Also, ich denke schon, dass das Genie Goethe hier ein sehr treffendes Beispiel ist. Dass Zeitgenossen sich auch sehr oft negativ zu ihm geäußert haben, dürfte nicht überraschen (dass sie dies »meist« getan haben, wäre mir aber neu!). Bei einem so hochgelobten Dichter werden von Gegnern kleinere »Mängel« in der Dichtung oft besonders hervorgehoben - außerdem vertrat Goethe einige zu seiner Zeit von Dichterkollegen verpönte Ansichten, weshalb ich mir gut vorstellen kann, dass einige seiner Gegner ihm (vermutlich aus Neid) jegliche Intelligenz absprechen wollten. Heute wird man die Kritik der Zeitgenossen Goethes meist nur belächeln können, wobei man Goethes Oeuvre auch nicht einfach nur blind loben sollte, wie es heutzutage leider zu oft geschieht.

Eine unbedingte Korrelation zwischen Intelligenz und der »Fähigkeit zum Fühlen« sehe ich nicht.
Allerdings kann hohe Intelligenz, wenn sie zum Reflektieren über Gefühle verwendet wird, meines Erachtens zu stärkerem Empfinden führen (ich denke da etwa an große Künstler wie Goethe, Marcel Proust, Dostojewskij, Rimbaud usw.) - genauso kann aber auch, wie Daniel angeführt hat, hohe Intelligenz dermaßen absorbieren, wenn sie zum Beispiel ausschließlich auf Naturwissenschaften angewendet wird, dass Emotionen »mindere Bedeutung« zugemessen wird. Soll heißen: eine gewisse Korrelation kann in Einzelfällen durchaus auftreten (»je mehr Intelligenz, desto stärkere Empfindung« genauso wie »je mehr Intelligenz, desto weniger Empfindung«), lässt sich aber nicht zur Regel machen, da es unter anderem davon abhängig ist, wie die Intelligenz genutzt wird.
And that was the only folly the people of Springfield ever embarked upon. Except for the popsicle stick skyscraper. And the 50-foot magnifying glass. And that escalator to nowhere.
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Reply · Quote Eo #5
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In reply to post #3
@Daniel:
Oh doch, Goethe ist ein sehr gutes Beispiel. Guck dir mal an, was der alles in seinem Leben für Sachen gemacht hat, welche Werke er vollbracht hat.
Und trotz seiner Fleißigkeit und Intelligenz ist er sehr emotional geblieben, wenn nicht gar durch seine Arbeiten erst sogar noch mehr geworden!
Und was das Gelaber seiner Zeitgenossen angeht:
"Teatraliker" können nicht so sein wie sie sind, wenn sie eine wichtige Eigenschaft dafür nicht haben würden: Emotionalität.
Oder bist du der Meinung, dass jemand, der sich gern selbst darstellt, ein emotional stumpfer Mensch sein muss?


Zur Definition von Intelligenz möchte ich gerne das Gegenteil davon als Herleitung nehmen:
"Dumm ist nicht, wer nicht weiß, sondern nicht wissen will."

Manche Naturwissenschaftler wollen nur etwas über ihr Fach wissen. Was sonst noch in der Welt abläuft, ob Politik, Kultur oder zwischenmenschliches wie Beziehungen, Freunde oder Partys, wollen sie nichts von wissen(da kenn ich nämlich so einen). Und das ist in meinen Augen auch eine Form von "Dummheit".
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Reply · Quote Daniel (Moderator) #6
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"Dumm ist nicht, wer nicht weiß, sondern nicht wissen will."
Diesem Satz kann ich nur zustimmen.
Ich fürchte ich habe bei meinem letzten Post nicht ausgiebig genug über dieses Thema nachgedacht.
"Mmm... brunnenkress-ig"
Reply · Quote Elena weiss nicht wie man sich anmeldet (Guest) #7
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Ich finde, dass ist echt eine schwierige Frage...
Aber eigentlich bedeutet "intelligent" ja nicht nicht "gebildet" und deswegen denke ich, dass die Aussage nicht stimmt.  Glaube eher, dass es manchmal so rüberkommt, als wären überdurschnittlich intelligente Menschen "gefühlskalt" weil sie sich oft ausgegrenzt und unverstanden fühlen aufgrund ihrer Intelligenz, sie schotten sich ab und lassen wenige an sich heran.
Bei besonders "gebildeten" Menschen glaube ich eher, dass viele gefühlskalt sind. Meine Theorie ist da so: Wenn man sich so sehr für ein Thema interessiert, dass man quasi ALLES darüber weiss, dann ist man wahrscheinlich gefühlskalt weil es im Leben keinen Platz für emotionale Dinge gibt, denn es gibt ja nur dieses eine Thema ( zum Beispiel: Physik, Mathe, Politik etc. ).
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Reply · Quote MaJule (Moderator) #8
User title: wer bin ich und was mache ich hier??
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also denkst du wenn ich mich jetzt besonders gut über das thema politik auskenne das ich gefühlskalt bin?nur weil ich alles darüber weiß(auch wenn das jetzt nicht unbedingt wahr ist).....ist nur ein beispiel gewesen aber wenn ich mich jetzt wirklich gut darüber auskenne meinst du das?mhm....bin nicht deiner ansicht....
du bist und du bleibst das was du immer schon warst....
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Reply · Quote Eike #9
User title: <= Viel Spaß damit...
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dass man quasi ALLES darüber weiss, dann ist man wahrscheinlich gefühlskalt weil es im Leben keinen Platz für emotionale Dinge gibt
soll heißen: wenn in deinem Leben für nichts anderes mehr Platz ist als für Politik und nicht nur, dass du dich gut auskennst.

Ich denke dazu passt auch das Beispiel des Workaholic, der auf seinem Gebiet womöglich unschlagbar ist, allerdings seine Familie vernachlässigt und im "Geschäft" absolut skrupellos agieren kann wenn es um Gehaltskürzungen und Stellenabbau geht.
Dabei kommt es natürlich überhaupt nicht auf Intelligenz an. Das wurde allerdings auch nicht von Elena z.B. behauptet. Sondern, wie gebildet die Person auf dem jeweiligen Gebiet ist.
Ich denke trotzdem, dass es einfach um die Ablenkung von der Emotionalität und dadurch die Abstumpfung der Gefühle geht. Dabei ist Bildung nicht der entscheidendste Faktor, sondern das Milieu in dem man lebt. Der Arbeitsplatz, die Freunde, das Land, die Eltern, usw. Wenn hier kein Wert auf Gefühle gelegt wird dies durch Anpassung übernommen. Und Naturwissenschaften sind "von Natur aus" eher rational und weniger emotional.
Life is pleasant. Death is peaceful. It's the transition that's troublesome.
- Isaac Asimov -
Reply · Quote Jan #10
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tatsache ist das die londoner taxifahrer je länger sie arbeiten die für die orientireung zuständigen gehirn abschnitte größer werden und diese kapazität geht auf lasten andere gehirn abschnitte
und so kann der taxifahrer sich in london verdammt gut auskennen aber dafür würde er sich nur noch schneller in irland verlaufen.

Oder ein mensch hat einen schlaganfall das kleinhirn genauergesagt der teil der für das gleichgewicht zuständig ist wird geschädigt die person kann wider gehen lernen die gehirnstruktur wird nur auf eine andere stelle im gehirn übertragen daskostet wider kapazität eines anderen bereichs.

das heißt bei den taxifahrern wer sich zu sehr spezialisiert der ist zwar in dem bereich verdammt gut aber
die unnatürlich große spezialsierung des gehirns nimmt soviel platz ein das an anderen stellen eingespart werden muss und ich bin aber der meinung das inteligenz auch etwas mit sozialer inteligenz zu tun hat und diese soziale intelligenz setzt voraus das man fühlen kann .
heterosexuelle scheisse ....

plus my only natural talent’s wasted on my alcoholic friends
my alcoholic friends
the party never ends
my alcoholic friends
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