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Mein Name ist Joachim von Hassel und mein Vater wird stolz auf mich sein
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Subject: Starfighter
Welle-Erdball Starfighter

Mein Name ist Joachim von Hassel
Ich bin Pilot der Bundeswehr
Und sende euch aus meinem Flugzeug
Den Funkspruch, den niemand hört


Verzweifelt drücke ich die Tasten
Doch das Fahrwerk fährt nicht aus
Gefangen in der Welt der Technik
Gefangen in einem Sarg aus Stahl


Dies ist mein letzter Flug
In meine Ewigkeit
Doch ich habe keine Angst
Denn du bist bei mir - du bist bei mir


Mein Name ist Joachim von Hassel
Und mein Vater wird stolz auf mich sein
Denn ich bin schneller als der Schall
Und ich nehme jetzt alle mit


Verzweifelt regele ich die Schubkraft
Doch das Triebwerk reagiert nicht mehr
Gefangen in der Welt der Technik
Gefangen in einem Sarg aus Stahl


Dies ist mein letzter Flug
In meine Ewigkeit
Doch ich habe keine Angst
Denn du wirst bei mir sein.


Und auch der Schleudersitz
Bricht mir nur das Genick
Ich habe keine Angst
Denn du bist, du bist bei mir


Mein Name ist Joachim von Hassel
Ich bin Pilot der Bundeswehr
Zum Fliegen um die ganze Welt
Brauche ich kein Flugzeug mehr




Dieses Lied von "Welle Erdball" soll keineswegs eine Hymne auf Kampfpiloten oder die Bundeswehr sein.

Kai-Uwe von Hassel (CDU) trat 1963 die Nachfolge des wegen der Spiegel-Affäre zurückgetretenen damaligen deutschen Verteidigungsministers Franz-Josef Strauß an. Die berühmte Spiegel-Affäre machte ein privates Schicksal zur Nebensache. Um so interessanter ist die Geschichte eines Ministers und dessen Sohn, der als Oberleutnant der Luftwaffe für die Sturheit seines Vaters mit dem Leben bezahlte.

Dieser tragische Unfall war nur einer von vielen Abstürzen eines ganz bestimmten Flugzeugtyps der deutschen Luftwaffe: Lockheed F-104G, "Starfighter" genannt. Es stürzten so viele Flugzeuge ab, daß man ihnen im Volksmund sogar Namen wie "Witwenmacher", "stählerner Sarg" oder "Erdnagel" gab.

Auch die Kunst setzte sich mit der Unglücksserie auseinander: "Im Feuer ist mein Leben verbrannt" (1987, gemischtes Ensemble) - Das Stück ist Gesine Wagner gewidmet, die dem Verbrennungstod erlag, nachdem sie noch 81 Tage lang lebte; getroffen von einem Starfighter-Absturz anlässlich einer Waffenschau.

Verantwortlich wurde der damalige Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (CDU) für die Unglücksserie gemacht. Er übernahm das Ressort 1963 von Franz-Josef Strauss, der im Rahmen der "Spiegel-Affäre" zurücktreten musste. Als Verteidigungsminister war von Hassel unter anderem verantwortlich für den Unterhalt und den sicheren Betrieb der Fluggeräte. Die Luftwaffe verfügte damals aber nicht einmal über genügend Hangars um die Maschinen unterzubringen. Sie wurden unter freiem Himmel geparkt und die empfindliche Technik war so dem Wetter ausgesetzt. Zwar rüstete die Luftwaffe die deutschen Starfighter mit verbesserten Ersatzteilen aus deutscher Produktion und mit verbesserter Technik aus, die Hauptursache für die Abstürze blieben aber der Ausfall der Bordelektronik und das Versagen des Triebwerks.

Folgende Mängel waren schon damals bekannt: Triebwerksprobleme, Versagen der Stellmotoren der Klappen (flaps), Heissluftüberströhmung der flaps, zu große Beschleunigung, zu hohe Mindestfluggeschwindigkeit, zu hastig ausgebildetes Wartungspersonal bei den Geschwadern und ein Schleudersitz (Lockheed C2 Rettungssystem) der den Piloten das Genick brach.

Die Amerikaner selbst entschieden sich schnell für andere vielseitigere Flugzeugtypen. Um so intensiver betrieb man dort den Export dieser Höllenmaschinen. In Italien starteten Starfighter sogar noch im Jahr 2004. In Deutschland sollte die einseitig konzipierte "bemannte Rakete" nicht nur als Jäger eingesetzt werden, sie übernahm auch die Jagdbombergeschwader, flog als Aufklärer (RF-104G), bei den Marinefliegern und wurde als Trainer (TF-104G) eingesetzt. Die unterschiedlichen Anforderungen und Beladungen verschlechterten die ohnehin ungünstigen Flugeigenschaften des Überschall-Jets.

Zur Zeit der Starfighter gab es beihnahe wöchentlich Abstürze über Deutschland. Viele gelangten nicht an die breite Öffentlichkeit. Die Piloten überlebten die Unglücke oft nicht. 117 Maschinen stürzten bis 1970 ab, 57 Piloten kamen in dieser Zeit ums Leben. Die Tagesschau berichtet damals: "Die genaue Zahl der Unglücke und ihrer Opfer ist ein militärisches Geheimnis." Von Hassel geriet schon 1966 unter grossen Druck, setzte sich aber weiterhin beharrlich für den Einsatz der amerikanischen Kampfjets ein und wechselte 1966, bei der Bildung der großen Koalition, als Minister in das Bundesministerium für Vertriebene. Eingestanden hat er seinen Fehler nie.

Die F-104G war ein Jagdflugzeug der Firma Lockheed (USA). Es war als leichtes Jagdflugzeug für extreme Steigraten ausgelegt und glänzte mit neuen Höhen-Weltrekorden. Darüber hinaus war das Flugzeug aber nicht attraktiv. Die deutschen Testpiloten, die das Flugzeug in den USA testeten, lehnten die Maschine ab. Es gab damals noch ein anderes Flugzeug, die Mirage I. Das französische Flugzeug bewarb sich sozusagen ebenfalls um die Stellen bei der deutschen Luftwaffe. Die Mirage wäre aus heutiger Sicht in jeder Beziehung die klügere Wahl gewesen.

Warum sich die betreffenden Herrschaften im Verteidigungsministerium für das amerikanische Modell entschieden haben, das könnte auch damit zusammenhängen, daß die F104 Atombomben tragen konnte. Die Amerikaner boten damals sogar an, passende Waffen zu liefern. Man beachte: die Spiegel-Affäre wurde ausgelöst durch den Artikel "Bedingt abwehrbereit" (Spiegel-Nr.41/1962). In diesem Artikel wurde mit Hinweis auf Ergebnisse einer NATO-Untersuchung geschrieben, dass die Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem Warschauer Pakt nicht abwehrfähig sei und dass ein Angriff nur mit Hilfe westlicher Atomraketen abgewehrt werden könne.Franz-Josef Strauss setzte sich damals für die Bewaffnung mit Atomwaffen ein.
Es hat sich bei der Beschaffung der Flugzeuge um einen gewaltigen Auftrag gehandelt, auch damals kostete ein einziges Jagdflugzeug viele Millionen Dollar. Und damals wurden nicht 60 Flugzeuge beschafft, wie heute, es waren knapp tausend Stück. Dieser gewaltige "deal" musste wohl auf jede Form der Vernunft verzichten. Unserem grossen Bruder, den Vereinigten Staaten, haben wir mit dem Geschäft einen Bärendienst erwiesen. Ungezählte Piloten und Zivilisten haben dafür mit dem Leben bezahlt. Die Verantwortlichen haben ihren Fehler nie eingesehen, sie dürften meiner Einschätzung nach auch privat von dem Geschäft profitiert haben. Man denke nur an einen Karl-Heinz Schreiber und an die aktuellen Affären in der CDU um Waffengeschäfte und die damit verbundenen Provisionen und Schmiergelder.

Jetzt kommt der Teil der Geschichte der eine Gänsehaut macht und an die Moral von Märchen und Fabeln erinnert:
Vier Jahre nach dem Rücktritt des Verteidigungsministers Kai-Uwe von Hassel kommt sein Sohn, Oberleutnant der Luftwaffe Joachim von Hassel, bei einem Absturz mit seinem Starfighter ums Leben!Als Nachfolger im Amt des Verteidigungsministers und der gleichen Partei angehörig, hat von Hassel nie erwogen, die von Strauss bestellten Kampfflieger stillzulegen. Seit dem Tod seines Sohnes war Herr von Hassel ein gebrochener Mann.




Kai-Uwe von Hassel
  • 21. April 1913 in Gare, Deutsch Ostafrika (heute: Tansania); † 8. Mai 1997 in Aachen

Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur 1933 in Flensburg absolvierte er eine landwirtschaftlich-kaufmännische Ausbildung und kehrte 1935 als Pflanzungskaufmann nach Tansania zurück. Von September 1939 bis Februar 1940 wurde er dann in Daressalam interniert und schließlich nach Deutschland ausgewiesen. Es folgte dann ab 1940 die Teilnahme am Zweiten Weltkrieg mit anschließender Kriegsgefangenschaft bis September 1945. Er war dann bis 1947 Angestellter des Landkreises Flensburg.

Da nach der Spiegel-Affäre 1962 der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zurücktreten musste, wurde Hassel am 9. Januar 1963 als Bundesminister der Verteidigung in das Kabinett von Bundeskanzler Konrad Adenauer berufen. Dieses Amt behielt er auch in den Kabinetten von Bundeskanzler Ludwig Erhard.
Während der Großen Koalition gehörte Hassel als Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte der Bundesregierung an.



Der Text ist nicht von mir, ich fand den Text an sich sehr interessant, da ich dadurch erst die Hintergründe des Liedes verstanden habe.
heterosexuelle scheisse ....

plus my only natural talent’s wasted on my alcoholic friends
my alcoholic friends
the party never ends
my alcoholic friends
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