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Reply · Quote Mütze #16
User title: mütze
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In reply to post ID 12663
hä?? also so weit ich weiß, ist diese Partei vom Staat nicht als verfassungswidrich erklärt. Und genau deshalb wurden ja vom STAAT V-männer in die NPD eingeschleust, diese hatten den auftrag, die NPD dazu zu bewegen verfassungswidrich zu werden!
An sonsten: Die NPD hat sich selbst als verfassungsfeindlich geoutet.
Deswegen ist sie aber noch nicht verfassungswidrich.
Unter weißen Wolken trafen wir uns schließlich bei einem Kirschbaum in voller Blüte.
Reply · Quote Jan #17
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Schön gesagt und solange dies nicht ist kannste die partei nicht verbieten.

Denn die NPD bewegt sich rechtlich wohl innerhalb desselben gesetzlichen rahmenwie die cdu oder die spd


Ich denke nicht! CDU oder SPD sind wohl kaum an der Planung von Demonstrationen beteiligt, auf denen die NPD ihre Anhänger dazu ermutigt  verfassungswidrige Äußerungen zu verbreiten und zur Gewalt anstiftet.



Naja aber die npd muss dieselben rahmen richtlinien wie cdu und spd einhalten und ist vom prinzip her  genauso eine partei wie cdu und spd. Was sie propagiert und was für inhalte sie verbreitet das ist etwas anderes und ihre inhalte stehen hier nicht zur diskusion.
heterosexuelle scheisse ....

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Reply · Quote Kahless #18
User title: Heute ist ein guter Tag zum sterben!
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Ich bin eigentlich auch eher gegen ein Verbot der NPD, sofern sie eben nicht nachweisbar gegen die Verfassung verstößt. Denn solange sie das nicht tut, muss sich schon an das Grundgesetz gehalten werden, da sonst jederzeit ganz nach belieben dagegen verstoßen werden könnte.

Andererseits heißt es in Art. 21 Abs. 2 des Grundgesetzes:

"Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht."

Und darauf, dass Benni geschrieben hat, dass sich die NPD als verfassungsfeindlich geoutet hat, habe ich folgendes gefunden:

Nach dem Wahlerfolg im Freistaat (Sachsen) hat der NPD-Vorsitzende Udo Voigt nun nachgelegt: Ziel sei es, das „liberalkapitalistische System der BRD“ zu überwinden und die multikulturelle Gesellschaft abzuschaffen.

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages;art693…

Der Artikel ist allerdings schon von 2004... habe jetzt nichts aktuelleres gefunden.

Ich frage mich, ob diese Äußerung (und sicherlich auch noch einige andere und das Verhalten vieler NPD-Mitglieder und ggf. vllt. sogar Strafverfahren gegen einige) nicht darauf schließen lässt, dass die NPD-Anhänger ihrem Verhalten nach darauf aus sind, die freiheitliche, demokratische Grundordnung zu beseitigen.
Wobei von anderen führenden Mitgliedern der NPD diese Äußerung natürlich als ein einzig von Udo Voigt vertretener Gedanke abgelegt werden könnte. In ihrem Parteiprogramm wird die NPD schließlich solche Ziele bestimmt nicht aufgenommen haben.

Aber das Bundesverfassungsgericht scheint sich ja dagegen entschieden zu haben. Ob nun richtig oder falsch, darüber lässt sich ja diskutieren^^
Niemand stirbt als Jungfrau, denn das Schicksal fickt jeden!
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Reply · Quote Eo #19
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"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.", Voltaire

Haben die Früchte der Aufklärung (noch)nicht gekeimt?

Demokratie heißt wörtlich aus dem griechischen übersetzt "Herrschaft des Volkes". Unter einer Partei versammeln sich Menschen, die "übereinstimmenden Vorstellungen, wie das Gemeinwesen (Staat, Kommune) funktionieren sollte", haben. Sie repräsentieren dadurch dass sie gewählt werden, den Teil der Bevölkerung, die diese Vorstellungen teilen.
Würde man die NPD verbieten, würde man zwar die Repräsentation dieser Vorstellungen beseitigen, aber nicht den Teil der Bevölkerung, diese Vorstellungen weiterhin teilt.
Eine Folge wäre, dass diese Partei einen rebellenhafte Charakter annehmen würde, und durch sein Martyrium noch mehr Sympathien bei den ebenfalls mit der Regierung unzufriedenen Bürgern ernten würde. Und eine andere wäre, dass man durch dessen fehlende Repräsentation nicht mehr abschätzen könnte, wieviel der Bevölkerung eigentlich noch diese Partei wählen würden, und damit ein Warnsignal für die Regierung sein könnte, ob aufklärerische Gegenmaßnahmen zu ergreifen sich lohnen könnte.

Wer Unkraut dauerhaft jäten will, sollte nicht nur die Blätter zupfen.
Reply · Quote Spouk #20
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Was sie propagiert und was für inhalte sie verbreitet das ist etwas anderes und ihre inhalte stehen hier nicht zur diskusion.

Natürlich stehen die Inhalte zur Diskussion. Was denn sonst? Die Länge der Schnurrbärte?
Wenn eine Partei sich aufgrund ihrer Inhalte nicht mit der Verfassung vereinbaren lässt, das sie zB die formelle und abstrakte Gleichheit aller Menschen nicht anerkennt kann der Rechtsstaat sie natürlich verbieten.

Und V-Männer sind auch primär nicht bei den Nazis um Straftaten anzuzetteln sondern um Infos zu sammeln.

Die Frage bleibt halt nach wie vor wie effizient die Nazis durch ein solches Verbot geschwächt werden könnten...
Klar kannst Du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir.
Und wer kann denn jetzt was wofür?
Zusammen eine Generation, denn was bleibt uns übrig.
Ich weiss, dass ihr wisst, dass ich es weiss.
Keine Ahnung, ob das beweist, dass es irgendwann besser wird.
Arroganz als beste Waffe.(But Alive)
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Reply · Quote Eo #21
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Spouk sagte:
Die Frage bleibt halt nach wie vor wie effizient die Nazis durch ein solches Verbot geschwächt werden könnten...
Klingt als würdest du einen Schlachtplan für einen bevorstehenden Krieg vorbereiten.  O_o
Was hälst du von "aufklärend überzeugen", statt "effizient schwächen"? Vor 12 Jahren hat mal irgend so eine Band im Refrain gesungen: "Gewalt erzeugt gegen Gewalt, hat man dir das nicht erkärt?"(das Lied steht sogar auf einer Antifa-Seite).
Ausländer, Inländer, Juden, Moslems, Christen, Atheisten, ja und auch Rassisten, Faschisten, Nationalsozialisten, Diktatoren und Tyrannen sind Menschen, und als solche haben auch sie Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte, die sie zu dem machen, was sie sind.
Ich hoffe, es ist nur so eine Floskel, wenn du von "schwächen" von jemanden sprichst. Vielleicht habe ich mich ja geirrt, und du meinst damit die Zustände ändern zu wollen, die bestimmte Leute zu "Nazis" werden lässt.
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Reply · Quote Klick.Glueck #22
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Quote by Eo:
und du meinst damit die Zustände ändern zu wollen, die bestimmte Leute zu "Nazis" werden lässt.
Eigentlich dachte ich immer, jeder ist für sich selbst verantwortlich , genauso für seine Taten und wenn man sich für so eine "Meinung" entschließt, dann muss man dafür einstehen und die Konsequenzen in Kauf nehmen - sowas lernt man schon im Kindergarten. Ich weiß nicht, was du für Zustände meinst aber bis auf Dummheit fällt mir kein "Zustand" ein, den man als Vorwand für so ein Denken bzw. Nichtdenken verwenden könnte.


Quote by Eo:
Ausländer, Inländer, Juden, Moslems, Christen, Atheisten, ja und auch Rassisten, Faschisten, Nationalsozialisten, Diktatoren und Tyrannen sind Menschen, und als solche haben auch sie Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte, die sie zu dem machen, was sie sind.
Sowieso ist das ganz schöner Schwachsinn Ausländer, Inländer, Juden, Moslems, Christen, Atheisten mit Rassisten, Faschisten, Nationalsozialisten, Diktatoren und Tyrannen in einem Beispiel zu nennen. Was soll das? "Ausländer" werden zu solchen gemacht indem es überhaupt Nationen gibt und wenn man davon mal absieht dadurch, dass sie in ihrer Heimat nicht bleiben können. "Inländer" werden in einem Land geboren. Ausländer, Inländer und auch religiös zu sein hat keine politische Orientierung, schadet niemanden, vertritt keine menschenverachtende Meinung allein durch die Gruppenzugehörigkeit.
Komische Argumentation hast du da.
When something like a soul becomes initialized
And folded up like paper dolls and little notes
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Remember; what you're staring at is me!]
This post was edited 2 times, last on 2007-07-10, 15:48 by Klick.Glueck.
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Reply · Quote Mütze #23
User title: mütze
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Ausländer, Inländer und auch religiös zu sein hat keine politische Orientierung, schadet niemanden, vertritt keine menschenverachtende Meinung allein durch die Gruppenzugehörigkeit.

Das möchte ich doch sehr in Frage stellen.

(Das Beispiel "Gottesstaat" macht das ziemlich deutlich.
Unter weißen Wolken trafen wir uns schließlich bei einem Kirschbaum in voller Blüte.
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Reply · Quote Klick.Glueck #24
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Deutschland ist, da bin ich mir ziemlich sicher, kein Gottesstaat. Und hier geht es ja gerade um die NPD und somit Neonazis in Deutschland und nicht im Iran.
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Reply · Quote Eike #25
User title: <= Viel Spaß damit...
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@ Klick.Glück

Ausländer, Inländer, Juden, Moslems, Christen, Atheisten
 ja und auch
Rassisten, Faschisten, Nationalsozialisten, Diktatoren und Tyrannen

sind Menschen, und als solche haben auch sie Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte, die sie zu dem machen, was sie sind.
In einem Beispiel gerade um zu verdeutlichen, dass auch sie Menschen sind.
Allein schon "Ausländer" und "Inländer" zu schreiben zeigt doch schon, dass damit jeder gemeint ist. Das ist einfach eine Aufzählung von irgendwelchen Gruppeneinteilungen von Menschen. Das soll in meinen Augen drastisch verdeutlichen, dass diese (selbstentschlossen böse und "dummen"?) Menschen eben Menschen sind.

Eigentlich dachte ich immer, jeder ist für sich selbst verantwortlich , genauso für seine Taten und wenn man sich für so eine "Meinung" entschließt, dann muss man dafür einstehen und die Konsequenzen in Kauf nehmen - sowas lernt man schon im Kindergarten. Ich weiß nicht, was du für Zustände meinst aber bis auf Dummheit fällt mir kein "Zustand" ein, den man als Vorwand für so ein Denken bzw. Nichtdenken verwenden könnte.
Ernsthaft? Woran orientierst du dich denn um deine "Meinung" zu bilden?
Kindergartenkinder sind grausam. Nichtdenken auch.
Life is pleasant. Death is peaceful. It's the transition that's troublesome.
- Isaac Asimov -
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Reply · Quote Eo #26
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In reply to post #22
Klick.Glueck sagte:
jeder ist für sich selbst verantwortlich (...) sowas lernt man schon im Kindergarten.
Meine Kindergärtnerin hat mich auch mit dem Rohrstock verprügelt und gemeint, dass man Autoritäten bedingungslos gehorchen muss.
Ob der Mensch einen freien Willen hat oder aus den Bedingungen seiner Existenz heraus handelt ist bis heute eine ungeklärte Frage. Ich vertrete die Ansicht, dass alles seine Ursache hat, und demnach auch der eigene Willen selbst eine, die außerhalb des eigenen Willens liegt. Wenn man es daher philosophisch genau nimmt, kann niemand für nichts etwas.
Ich glaube aber auch, dass es wichtig ist, dass die meisten Menschen weiterhin an die Eigenverantwortung der eigenen Taten glauben. Sonst würden tatsächlich viele tun, was ihnen in den Sinn kommt, ohne moralisch zu überdenken was man tut. Die meisten Menschen haben leider nicht das Wissen, um aus eigener Vernunft die logische Sinnhaftigkeit der Moral zu erschließen. Und Kants kategorischen Imperativ verstehe ich selbst auch nicht vollständig.

Klick.Glueck sagte:
bis auf Dummheit fällt mir kein "Zustand" ein, den man als Vorwand für so ein Denken bzw. Nichtdenken verwenden könnte.
Was ist für dich "Dummheit"? Etwas nicht zu Wissen? Was kann man dafür, wenn man etwas nicht weiß? Oder ist es eher etwas nicht Wissen zu wollen? In dem Fall wärst du auch "dumm", weil du selbst an ihren Beweggründen nicht interessierst bist, also nicht wissen willst.

Klick.Glueck sagte:
religiös zu sein hat keine politische Orientierung, schadet niemanden, vertritt keine menschenverachtende Meinung allein durch die Gruppenzugehörigkeit.
Auch wenn du das aus einem Missverständnis heraus geschrieben hast, ist es trotzdem interessant, dass du anscheinend noch nie was von Kreuzzügen, dem Jihad, dem Nordirland-Konflikt, etc. gehört zu haben scheinst; und am 11. September 2001 lagst du wohl im Koma oder musst zeitlich taub und blind gewesen sein.
Religion ist nicht immer die Ursache von Krieg und Gewalt, aber zumindest war und ist es ein Vorwand dafür.
This post was edited on 2007-07-11, 02:24 by Eo.
Reply · Quote Spouk #27
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Bis auf den Religiösitätspunkt, der schon einigermaßen treffend kritisiert wurde hat Klick.Glueck doch einen sehr guten Einwand geliefert.

Unabhängig davon, dass alle Menschen Menschen sind, was erstmal eine total banale Feststellung ist, gibt es doch einen gravierenden Unterschied zwischen Dingen für die man sich entscheidet sie zu tun und solchen, die einem zugeordnet werden.

Und Eo hat ja selbst festgestellt, dass das Prinzip der Eigenverantwortung nicht zu übergehen ist. Sonst könnte auch jeder Mörder und Vergewaltiger von seiner Schuld frei gesprochen werden.

Wer sich selbst die Position wählt alle nicht-arischen, linken und sexuell nicht konform orientieren Menschen dieser Erde zu vernichten der muss mit den Konsequenzen rechnen, also mindestens der präventiven Selbstverteidigung all dieser Menschen sowie derer die sie unterstützen.

"aufklärend überzeugen", statt "effizient schwächen"

Ich hab von effizient schwächen ja erstmal im Zusammenhang mit einer Struktur, nämlich der NPD geredet. Ich sehe nicht was an dem Vorhaben eine furchtbare Struktur effizient schwächen zu wollen verhänglich sein soll. Aufklärung zu leisten, damit die rassistischen Ideen nicht weitere Zustimmung finden ist natürlich super und gar kein Widerspruch zu effizient schwächen. Sofern du allerdings mit Nazis reden willst wünsch ich dir viel Spaß und ne gute Krankenversicherung.
Klar kannst Du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir.
Und wer kann denn jetzt was wofür?
Zusammen eine Generation, denn was bleibt uns übrig.
Ich weiss, dass ihr wisst, dass ich es weiss.
Keine Ahnung, ob das beweist, dass es irgendwann besser wird.
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Reply · Quote Eo #28
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@Spouk:
Ich finde, dass ich bei der Krtik zur Religiösität als Grund von Gewalt, unsachlich und polemisch gewesen war. Dass du ausgerechnet dieses Teil als "treffend kritisiert" beschreibst macht mir Bedenken, ob ich nicht sämtliche Beiträge von dir ironisch lesen sollte. Aber das würde auch Probleme mit sich bringen, weil nicht alles Blödsinn ist, was du schreibst. Ich werde immernoch nicht so recht schlau aus deiner Diskussionmethode.

Wenn ich deinen Beitrag richtig verstanden habe, entsteht für dich ein Entscheidung aus dem Nichts. Ein Mensch entscheidet sich. Einfach so, ohne Grund.
Das ist für mich wie "Die Sonne leuchtet, einfach so, ohne Grund." oder "Es regnet, einfach so, ohne Grund." oder "Der Nazi ist böse, einfach so, ohne Grund...".

Wann hast du aufgehört und wieso hörst du auf zu fragen? Warum ist es so wichtig, das Problem des Rassismus, Faschismus, Nationalismus, etc. unbedingt Persönlichkeiten zuzuorden, die dies "einfach so, ohne Grund" zu tun scheinen?

Und dass das "Prinzip der Eigenverantwortung nicht zu übergehen" sei, begründe ich so:
Eo sagte:
Die meisten Menschen haben leider nicht das Wissen, um aus eigener Vernunft die logische Sinnhaftigkeit der Moral zu erschließen.
Mit anderen(schlechteren) Worten: Die meisten Menschen sind zu blöd, um aus einem klugen Egoismus heraus zu erkennen, das soziales Verhalten sinnvoll ist. Sie müssen quasi zu so einem Verhalten "gezwungen" werden, indem man ihnen eine Geschichte über das jüngste Gericht, Moral, Gott, etc. erzählt und Gesetze und Strafen konsequent umsetzt.
Aber das unterstützt nicht deinem Prinzip von Schuld aus eigener Entscheidung, weil ich von der Sinnhaftigkeit von Schulzuweisungen schreibe, du aber von der Rechtfertigung von Schuldzuweisungen schreibst.
Albert Einstein erkannte schon: "Man kann Probleme nicht mit den Mitteln besiegen, aus denen sie entstanden sind."
Die NPD will die Demokratie schwächen. Du willst die NPD schwächen. Darum schrieb ich am Ende des Antwortbeitrags zu dir:
Eo sagte:
Ich hoffe, es ist nur so eine Floskel, wenn du von "schwächen" von jemanden sprichst. Vielleicht habe ich mich ja geirrt, und du meinst damit die Zustände ändern zu wollen, die bestimmte Leute zu "Nazis" werden lässt.

Spouk sagte:
Sofern du allerdings mit Nazis reden willst wünsch ich dir viel Spaß und ne gute Krankenversicherung.
Es tut mir leid, wenn dir aus lauter Hass nichts kreativeres einzufallen scheint.
Reply · Quote Spouk #29
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Ich finde, dass ich bei der Krtik zur Religiösität als Grund von Gewalt, unsachlich und polemisch gewesen war.

Das mag sein und ist mir egal, denn inhaltlich stimmte der Einwand. Religiös zu sein ist genau wie nazis zu sein eine Entscheidung die kritisiert werden kann. Ausländer sein ist eine juristische und in bestimmten Fällen ideologische Kategorie für die niemand etwas kann. Das ist der Punkt. Und wie sehr du auch Menschen als Produkte ihrer Umwelt oder ihrer Gene bezeichnen magst so sind sie doch trotzdem noch in der Lage dazu zu etwas nein zu sagen.

Wenn ich deinen Beitrag richtig verstanden habe, entsteht für dich ein Entscheidung aus dem Nichts. Ein Mensch entscheidet sich. Einfach so, ohne Grund.

Nein das ist natürlich nicht so. Das was du schreibst:

die Zustände ändern zu wollen, die bestimmte Leute zu "Nazis" werden lässt.

ist natürlich das politische Ziel. Aber das ist ein verdammt langfristiges Ziel und die Abschaffung dieser Zustände ist momentan in so weiter Ferne, dass eine Veränderung dieser Zustände ins noch fatalere (zB durch die Nazis) momentan leider wahrscheinlicher ist.

Diese Zustände ändern zu wollen und Nazis konkret (auch militant) zu bekämpfen (eben als, wie ich schon schrieb, präventive Selbstverteidigung) ist doch überhaupt kein Widerspruch.

Ich bleibe allerdings trotzdem dabei:
Nazis tun das was sie tun natürlich nicht ohne Grund, sondern aus Gründen die ihnen sinnvoll erscheinen. Und diejenigen die sich anders nicht davon abringen lassen müssen eben mit härteren Mitteln daran gehindert werden.
Aus der Geschichte lernen heißt siegen lernen ;-)

Den Deppen um Stauffenberg hätte ja auch mal früher als 1944 einfallen können, dass Hitler evtl. mal mit einem Attentat beseitigt werden sollte.

Wer Menschen welche die brutalsten Ideologien konkret ausüben mit Toleranz entgegentritt macht sich zum Verfechter einer repressiven Toleranz die eben diese Brutalität zu lässt und nicht unterbindet. Das kann keine Alternative sein.
Klar kannst Du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir.
Und wer kann denn jetzt was wofür?
Zusammen eine Generation, denn was bleibt uns übrig.
Ich weiss, dass ihr wisst, dass ich es weiss.
Keine Ahnung, ob das beweist, dass es irgendwann besser wird.
Arroganz als beste Waffe.(But Alive)
Reply · Quote Spouk #30
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Es tut mir leid, wenn dir aus lauter Hass nichts kreativeres einzufallen scheint.

na gut, dann kriegst du hier das ganze stellvertretend in etwas kreativer von Wiglaf Droste:

Mit Nazis reden


von Wiglaf Droste.


Am Mittwoch, dem 25. August 1993, hatte man erneut Gelegenheit, deutschem TV-Topjournalismus beizuwohnen. In den ARD-Tagesthemen führte Sabine Christiansen ein Interview mit dem sächsischen Innenminister Heinz Eggert über die Frage, ob man junge Neonazis in freundliche, milde Menschen verwandeln könne, indem man sie mit Jugendzentren, Sozialarbeitern usw. überhäufe. Eggert, dessen Äußeres immer wieder in Erinnerung ruft, daß die Folge "Amok in Bethel" aus der TV-Serie Peter Strohm noch immer nicht gedreht worden ist, kippte die Interviewsituation um und fragte Frau Christiansen: "Wann haben Sie oder ich das letzte Mal mit einem Rechtsradikalen gesprochen?"


Nun ist allgemein bekannt, daß Sabine Christiansens berufliche Qualifikation im Besitz eines CDU-Parteibuches besteht, und gerne erzählten Kollegen, daß sie als einzige in der Tagesthemen-Redaktion nicht in der Lage ist, sich ihre Nachrichtentexte selbst zu schreiben. Ihre parteigebundene Beschränktheit macht Frau Christiansen dadurch wett, daß sie sich bei jeder sich ihr bietenden Gelegenheit an die Spitze des etwaigen Volkszorns setzt; ihr journalistisches Rückgrat kommt dem einer Salatschnecke gleich.


Und dennoch hätte selbst sie auf Eggerts o.g. Frage mit Leichtigkeit antworten können: "Aber wieso? Das tue ich doch gerade", oder ganz simpel: "Warum? Ist das jetzt Pflicht?" Es scheint so. Alle Welt sucht das Gespräch mit Rechtsradikalen. Warum? Haben sie einem etwas zu sagen? Ist nicht hinlänglich bekannt, was sie denken, fordern und propagieren? Wo liegt der beschworene aufklärerische Wert, wenn Henryk Broder in der "tageszeitung" Franz Schönhuber interviewt?


Muß man an jeder Mülltonne schnuppern? Niemand wählt Nazis oder wird einer, weil er sich über deren Ziele täuscht, - das Gegenteil ist der Fall; Nazis sind Nazis, weil sie welche sein wollen. Eine der unangenehmsten deutschen Eigenschaften, das triefende Mitleid mit sich selbst und den eigenen Landsleuten, aber macht aus solchen Irrläufern der Evolution arme Verführte, ihrem Wesen nach gut, nur eben ein bißchen labil etc., "Menschen" jedenfalls, so Heinz Eggert, "um die wir kämpfen müssen". Warum? Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: daß man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen. Ob man sie dafür einsperrt oder sie dafür auf den Obduktionstisch gelegt werden müssen, ist mir gleich, und wer vom Lager (für andere) träumt, kann gerne selbst hinein. Dort, in der deutschen Baracke, dürfen dann Leute wie Rainer Langhans, Wolfgang Niedecken und Christiane Ostrowski zu Besuch kommen und nach Herzenslust mit denen plaudern, zu denen es sie zieht.


Den Rest der Zeit werden die Berufsdeutschen ein wenig gequält: Verordneter Antifaschismus all night long! Fritz Teppisch spricht nicht unter drei Stunden! Aus den Lautsprechern dröhnt verjüdelte Negermusik! Pflichtlektüre: die schlechtesten Satiren von Ephraim Kishon! Rechte Winkel und Viervierteltakt sind bei Strafe verboten, die Haare werden nicht mehr geschnitten. Abends Talkshow mit Henryk Broder und Lea Rosh - es herrscht Teilnahmspflicht. Und dann geht es ruckzuck ohne Nachtisch ins Bett - zu Mister Long Dong Silver. So geht das. Verbaler Antifaschismus ist Käse. Militant soll er sein, vor allem aber erfolgreich. Wenn sich dabei herausstellen sollte, daß es sich gegen 50, 60, 70, 80 oder 90 Prozent des deutschen Volkes richtet, dann ist das eben so. Wo Nazis "demokratisch" gewählt werden können, muß man sie nicht demokratisch bekämpfen.
Klar kannst Du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir.
Und wer kann denn jetzt was wofür?
Zusammen eine Generation, denn was bleibt uns übrig.
Ich weiss, dass ihr wisst, dass ich es weiss.
Keine Ahnung, ob das beweist, dass es irgendwann besser wird.
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