Subject: Und ich lebe immernoch
Es gibt Tage, die sind einfach ein bisschen anders als die anderen Tage. Und, wie soll ich sagen, lest selbst was mir widerfahren ist, und ich schwöre bei Gott, es ist die Wahrheit.
Der Tag beginnt, wie ein Urlaubstag zu beginnen hat: Lange schlafen (bis 14 Uhr), lecker Mittagessen, anschließend ein Stündchen PS2 daddeln und das ganze dann mit TV glotzen abrunden. Dann mache ich mich startklar (duschen, anziehen etc.). Heute sollte der Gitarrist von Ton Steine Scherben in der Wohnwelt auftreten, welchen ich mir angucken und hören will.
Also, der eigentliche Tag beginnt. 19.30 Uhr bei Extra in Neustadt treffen (Nico, Lenard, Dennis, Josi, Thony und noch jemand, dessen Name mir gerade nicht einfällt). Wir kaufen Bier und Kekse, fahren in den Schlosspark, stellen dann erst fest, das wir Alufolie für die Shisha vergessen haben. Na ja, Josi fährt mit dem Fahrrad zum Griechen in der Innenstadt und besorgt welche. Ganz entspannt unterhalten wir uns, rauchen, trinken und essen Kekse.
Um 22.10 Uhr lösen wir diesen Kreis der Entspannung auf. Ich fahre zum Bahnhof, um mit dem Zug nach Wunstorf zu gelangen, während die anderen sich auf den Weg zu McDonalds begeben.
Im Zug treffe ich dann Bob. Wir unterhalten uns über Fahrräder und über Schuhe, wie es für Männer halt üblich ist. Er bietet mir ein Bier an. Becks.
In Wunstorf steige ich aus. Die ersten drei Menschen, die mir in Wunstorf begegnen sind Polizisten mit ihren Hunden, welche einen Maulkorb tragen. Vom Bahnhof aus gehe ich zum Parkplatz und pisse an ein Auto, dann gehe ich in die Wohnwelt. Es ist 22.50 Uhr. Ich muss keinen Eintritt mehr zahlen. Ich gehe in die Wohnwelt, begrüße Luise, Alex sowie Tillmann und seine Freundin. Tillmann gibt mir ein Bier. Diesmal ist es kein Becks, dafür aber Wikkühler. Nach dem ich die Flasche gelehrt hatte gebe ich Tillmann ein Bier aus. Das tue ich weitere zwei mal. Ich merke, dass ich mittlerweile gut angesoffen bin. Die Musik ist echt gut, aber bereits eine halbe stunde nach meinem erscheinen packt der Sänger ein. Es läuft Techno. Ich stehe nun vor der Wohnwelt, trinke ein weiteres Bier und laber Katrin zu. Ich weiß nicht, ob ich Katrin vorher schon mal gesehen hatte, aber ich finde, dass sie verdammt gut aussieht. Ich erzähle ihr, dass ich in den Fischotter Verein eingetreten bin und versuche sie zu überreden, dass sie mit mir auf Ottertour geht. Das war, wie ich feststellen musste, ziemlich unangebracht, denn nun erzählt sie mir, dass sie da mal gearbeitet hat und den lieben langen Tag Otterscheiße entsorgen musste. Seitdem mag sie diese Tierchen nicht mehr. Naja, ein versuch war’s wert.
Ich fange so allmählich an mir die Frage zu stellen, wie ich denn nach Hause komme. Es ist halb 2 Uhr und die letzte S – Bahn nach Eilvese war schon längst gefahren.
Eigentlich wollte ich ja mit Timo reden. Das war neben dem Sänger von Ton Steine Scherben ein entscheidender Grund, warum ich nach Wunstorf gefahren bin. Aber eine Freundin von ihm sagt mir, dass er noch immer nicht gut auf mich zu sprechen ist.
Und nun passiert was echt komisches: Ein Mann spricht mich an und sagt mir: „Wenn du willst, dann kannste noch mit zu mir kommen. Hier ist so langsam Feierabend, bei mir können wir weiter trinken. Ich wohne hier gleich um die Ecke.“
Diese Idee erschien mir recht schlüssig, es war echt nicht mehr viel los. Wir stiegen zu dritt in ein Taxi. Mein Fahrrad ließ ich an der Wohnwelt stehen. Irgendwo stiegen wir dann aus. Wir gingen auf eine Terrasse und tranken Bier. Ich musste nichts zahlen, wie auch für das Taxi. Echt cool dachte ich mir, da macht das Bier trinken gleich doppelt so viel Spaß. Ich trank Bier und unterhielt mich über belanglose Dinge. Irgendwann gingen wir dann in das Haus. Wir tranken das gute Taugott. Plötzlich erzählt mir einer von den beiden, dass er früher mal auf Heroin war, jetzt aber clean sei. Er sieht aus wie 38. Er erzählt, dass er nun bei Bahlsen arbeitet, als Lagerarbeiter. Und nun fällt mir erst auf, wie komisch er eigentlich spricht, womöglich die Folgen seiner Vergangenheit. Der andere Kerl ist 50 Jahre alt. Er erzählt, dass er wohlhabender Firmeninhaber ist. Er erzählt mir seine Lebensgeschichte.
Es ist nun schon 5 Uhr. Die Sonne geht aus, draußen wir es hell. Die Vögel zwitschern. Ich gucke mich um. Wo bin ich eigentlich? An der Wand vor mir läuft per Beamer an die Wand geworfen ein Porno. Eine Blondine wird gerade richtig durchgevögelt, in allen erdenklichen Stellungen. Ich trinke mein wer weiß wie vieltes Bier und den wer weiß wie vielten Rotwein. Aber irgendwie stimmt mich der Porno sowie die Situation allmählich skeptisch. Ich merke eine gewisse Unruhe in mir, die mich wieder der Nüchternheit näher bringt.
Der 50 jährige enttarnt sich als eine Schwuchtel. Er erzählt mir von seinen homosexuellen Gedanken. Das Gefühl der Skepsis verstärkt sich. Ich will nicht unhöflich sein, denn ich habe verdammt viele Biere auf seine Kosten getrunken. Ich werde gefragt, ob ich nicht bei ihm schlafen will. Ich verneine. Dann streichelt er mir über mein Bein und ich explodiere, von Angst getrieben, packe ihn mit beiden Händen am Hals und würge ihn ein bisschen. Von mir selbst ein wenig erschrocken lasse ich los und erkläre ihm, dass wenn es ihm gelingen sollte an meinen Arsch zu kommen ich ihn umbringen werde.
Ich stehe auf und verlasse das Haus. Es ist halb 6 Uhr und ich möchte nur noch ganz weit weg von dem Arschficker. Ich laufe eine Straße runter und gelange Richtung Ortsausgang von wo auch immer. Scheißegal, nur weg vom Arschfickmann!!!
Die Schwerkraft und die Müdigkeit bereiten mir Probleme. Ich bin am torkeln. In der letzten Einfahrt, vorm Ortsende in Richtung Feldmarkt, setze ich mich hin.
Stunden später wache ich auf, keine Ahnung wie spät es ist und keine Ahnung wo ich bin. Stattdessen bin ich voll verkatert. Ich war in der Garageneinfahrt eingepennt und nun höre ich die Stimmen einer Familie, die im Garten Frühstückt. Ich stehe auf, will nach Hause. Auf dem Boden ein Schweißfleck von meinem Rücken. Ich gehe los in Richtung Feldmarkt. Ich gehe halb schlurfend, halb torkelnd auf den Feldwegen vorbei an unzähligen Feldern. Ich merke die Sonne, ich spüre die Hitze. Ich habe durst! Aber weit und breit nichts zu trinken. Hunger habe ich auch. Aber nur den Geschmack von Zigarette im Mund. Ich habe keinen blassen Schimmer wo ich bin und wohin ich gehe. Ich gehe einfach.
Nun komme ich zu einer Schnellstraße oder Bundesstraße, Zweispurig. Gegenüber ein abgemähtes Feld. Ich bin mit meinen Kräften am ende, gehe auf das Feld und lege mich hin. Ich schlafe ein und werde später von einer Frau geweckt, welche sich über mich gebeugt hat. „Ich dachte schon sie seien Tod. Ist alles klar bei ihnen?“ Anstatt zu antworten beginne ich zu lachen. Verdutzt wendet sie sich ab und geht zu ihrem Auto. Ich rufe ihr nach: „Warum sollte ich denn nicht in Ordnung sein?! Aber vielen Dank.“ Sie schüttelt nur den Kopf und steigt in den Wagen.
Ich schlafe wieder ein, und wieder werde ich geweckt von einem Autofahrer, welcher sich über mich gebeugt hat. Der gleiche Vorgang wie zuvor wiederholt sich.
Diesmal schlafe ich aber nicht wieder ein, sondern stehe auf. Der Alkohol macht mir noch immer zu schaffen. Meine Stirn ist glühend heiß. Ich habe einen Sonnenbrand im Gesicht. Der durst nimmt stetig zu, obwohl er schon ein verdammt krasses Ausmaß angenommen hat.
Ich beschließe der Straße zu folgen, schließlich führen solch große Straßen immer zu einer Stadt. Ich will endlich wissen wo ich bin.
Ich gehe nicht am Straßenrad, nein, ich gehe mitten auf der Straße. Einige Autos hupen. Endlich! Eine Straßenabfahrt in Richtung Wunstorf. Ich gehe die Abfahrt hoch. Mein Gang ist verdammt müde. Ich bin erschöpft. Ein Auto hinter mir hält an. Die Fahrerin brüllt mich an, was denn mit mir los sei. „Willst du denn überfahren werden?“ - „Wer sollte mich denn überfahren?“ Ich lache. Allmählich fühle ich mich Wahnsinnig. Endlos lange unterwegs und noch lange nicht zu Hause.
Endlich kann ich die Bahngleise sehen. Ich kenne nun den Weg zur Wohnwelt. Ich gehe in einen Stichweg, weg von der großen Straße, weg von den vielen Autos.
An einem Zaun gelehnt steht ein Fahrrad. Es ist unangeschlossen. Ich nehme es einfach und fahre weg. Leider hatte das Ding einen Platten, was die Fahrt nicht sonderlich angenehm machte, aber immerhin war es schneller als zu Fuß zu gehen.
Vor der Wohnwelt sind junge Erwachsene und relaxen. Mich sahen sie an wie den Mann vom Mond. Zum Glück stand mein Fahrrad vom Vorabend noch da. Ich schließe es auf und fahre los. 700 Meter bis zur Wohnung meiner Mutter. Ich klingle, sie öffnet. Erschöpft setze ich mich hin. Ich gucke auf die Uhr und kann meinen Augen kaum glauben: Es ist 17 Uhr. Ich war fast 12 Stunden lang unterwegs und nun endlich konnte ich etwas trinken und essen.
Danach schlief ich wieder ein.
Resümé: Traue niemals fremden Leuten! Es könnten Arschficker sein.
Sonstiges: Die Sonne ist verdammt warm. Sie war sogar so warm, dass mein Gesicht verbrannt ist und ich nun an einem Sonnenstich leide. Außerdem ist meine Zungenspitze taub.
Ich werde nun schlafen gehen.
Der Tag beginnt, wie ein Urlaubstag zu beginnen hat: Lange schlafen (bis 14 Uhr), lecker Mittagessen, anschließend ein Stündchen PS2 daddeln und das ganze dann mit TV glotzen abrunden. Dann mache ich mich startklar (duschen, anziehen etc.). Heute sollte der Gitarrist von Ton Steine Scherben in der Wohnwelt auftreten, welchen ich mir angucken und hören will.
Also, der eigentliche Tag beginnt. 19.30 Uhr bei Extra in Neustadt treffen (Nico, Lenard, Dennis, Josi, Thony und noch jemand, dessen Name mir gerade nicht einfällt). Wir kaufen Bier und Kekse, fahren in den Schlosspark, stellen dann erst fest, das wir Alufolie für die Shisha vergessen haben. Na ja, Josi fährt mit dem Fahrrad zum Griechen in der Innenstadt und besorgt welche. Ganz entspannt unterhalten wir uns, rauchen, trinken und essen Kekse.
Um 22.10 Uhr lösen wir diesen Kreis der Entspannung auf. Ich fahre zum Bahnhof, um mit dem Zug nach Wunstorf zu gelangen, während die anderen sich auf den Weg zu McDonalds begeben.
Im Zug treffe ich dann Bob. Wir unterhalten uns über Fahrräder und über Schuhe, wie es für Männer halt üblich ist. Er bietet mir ein Bier an. Becks.
In Wunstorf steige ich aus. Die ersten drei Menschen, die mir in Wunstorf begegnen sind Polizisten mit ihren Hunden, welche einen Maulkorb tragen. Vom Bahnhof aus gehe ich zum Parkplatz und pisse an ein Auto, dann gehe ich in die Wohnwelt. Es ist 22.50 Uhr. Ich muss keinen Eintritt mehr zahlen. Ich gehe in die Wohnwelt, begrüße Luise, Alex sowie Tillmann und seine Freundin. Tillmann gibt mir ein Bier. Diesmal ist es kein Becks, dafür aber Wikkühler. Nach dem ich die Flasche gelehrt hatte gebe ich Tillmann ein Bier aus. Das tue ich weitere zwei mal. Ich merke, dass ich mittlerweile gut angesoffen bin. Die Musik ist echt gut, aber bereits eine halbe stunde nach meinem erscheinen packt der Sänger ein. Es läuft Techno. Ich stehe nun vor der Wohnwelt, trinke ein weiteres Bier und laber Katrin zu. Ich weiß nicht, ob ich Katrin vorher schon mal gesehen hatte, aber ich finde, dass sie verdammt gut aussieht. Ich erzähle ihr, dass ich in den Fischotter Verein eingetreten bin und versuche sie zu überreden, dass sie mit mir auf Ottertour geht. Das war, wie ich feststellen musste, ziemlich unangebracht, denn nun erzählt sie mir, dass sie da mal gearbeitet hat und den lieben langen Tag Otterscheiße entsorgen musste. Seitdem mag sie diese Tierchen nicht mehr. Naja, ein versuch war’s wert.
Ich fange so allmählich an mir die Frage zu stellen, wie ich denn nach Hause komme. Es ist halb 2 Uhr und die letzte S – Bahn nach Eilvese war schon längst gefahren.
Eigentlich wollte ich ja mit Timo reden. Das war neben dem Sänger von Ton Steine Scherben ein entscheidender Grund, warum ich nach Wunstorf gefahren bin. Aber eine Freundin von ihm sagt mir, dass er noch immer nicht gut auf mich zu sprechen ist.
Und nun passiert was echt komisches: Ein Mann spricht mich an und sagt mir: „Wenn du willst, dann kannste noch mit zu mir kommen. Hier ist so langsam Feierabend, bei mir können wir weiter trinken. Ich wohne hier gleich um die Ecke.“
Diese Idee erschien mir recht schlüssig, es war echt nicht mehr viel los. Wir stiegen zu dritt in ein Taxi. Mein Fahrrad ließ ich an der Wohnwelt stehen. Irgendwo stiegen wir dann aus. Wir gingen auf eine Terrasse und tranken Bier. Ich musste nichts zahlen, wie auch für das Taxi. Echt cool dachte ich mir, da macht das Bier trinken gleich doppelt so viel Spaß. Ich trank Bier und unterhielt mich über belanglose Dinge. Irgendwann gingen wir dann in das Haus. Wir tranken das gute Taugott. Plötzlich erzählt mir einer von den beiden, dass er früher mal auf Heroin war, jetzt aber clean sei. Er sieht aus wie 38. Er erzählt, dass er nun bei Bahlsen arbeitet, als Lagerarbeiter. Und nun fällt mir erst auf, wie komisch er eigentlich spricht, womöglich die Folgen seiner Vergangenheit. Der andere Kerl ist 50 Jahre alt. Er erzählt, dass er wohlhabender Firmeninhaber ist. Er erzählt mir seine Lebensgeschichte.
Es ist nun schon 5 Uhr. Die Sonne geht aus, draußen wir es hell. Die Vögel zwitschern. Ich gucke mich um. Wo bin ich eigentlich? An der Wand vor mir läuft per Beamer an die Wand geworfen ein Porno. Eine Blondine wird gerade richtig durchgevögelt, in allen erdenklichen Stellungen. Ich trinke mein wer weiß wie vieltes Bier und den wer weiß wie vielten Rotwein. Aber irgendwie stimmt mich der Porno sowie die Situation allmählich skeptisch. Ich merke eine gewisse Unruhe in mir, die mich wieder der Nüchternheit näher bringt.
Der 50 jährige enttarnt sich als eine Schwuchtel. Er erzählt mir von seinen homosexuellen Gedanken. Das Gefühl der Skepsis verstärkt sich. Ich will nicht unhöflich sein, denn ich habe verdammt viele Biere auf seine Kosten getrunken. Ich werde gefragt, ob ich nicht bei ihm schlafen will. Ich verneine. Dann streichelt er mir über mein Bein und ich explodiere, von Angst getrieben, packe ihn mit beiden Händen am Hals und würge ihn ein bisschen. Von mir selbst ein wenig erschrocken lasse ich los und erkläre ihm, dass wenn es ihm gelingen sollte an meinen Arsch zu kommen ich ihn umbringen werde.
Ich stehe auf und verlasse das Haus. Es ist halb 6 Uhr und ich möchte nur noch ganz weit weg von dem Arschficker. Ich laufe eine Straße runter und gelange Richtung Ortsausgang von wo auch immer. Scheißegal, nur weg vom Arschfickmann!!!
Die Schwerkraft und die Müdigkeit bereiten mir Probleme. Ich bin am torkeln. In der letzten Einfahrt, vorm Ortsende in Richtung Feldmarkt, setze ich mich hin.
Stunden später wache ich auf, keine Ahnung wie spät es ist und keine Ahnung wo ich bin. Stattdessen bin ich voll verkatert. Ich war in der Garageneinfahrt eingepennt und nun höre ich die Stimmen einer Familie, die im Garten Frühstückt. Ich stehe auf, will nach Hause. Auf dem Boden ein Schweißfleck von meinem Rücken. Ich gehe los in Richtung Feldmarkt. Ich gehe halb schlurfend, halb torkelnd auf den Feldwegen vorbei an unzähligen Feldern. Ich merke die Sonne, ich spüre die Hitze. Ich habe durst! Aber weit und breit nichts zu trinken. Hunger habe ich auch. Aber nur den Geschmack von Zigarette im Mund. Ich habe keinen blassen Schimmer wo ich bin und wohin ich gehe. Ich gehe einfach.
Nun komme ich zu einer Schnellstraße oder Bundesstraße, Zweispurig. Gegenüber ein abgemähtes Feld. Ich bin mit meinen Kräften am ende, gehe auf das Feld und lege mich hin. Ich schlafe ein und werde später von einer Frau geweckt, welche sich über mich gebeugt hat. „Ich dachte schon sie seien Tod. Ist alles klar bei ihnen?“ Anstatt zu antworten beginne ich zu lachen. Verdutzt wendet sie sich ab und geht zu ihrem Auto. Ich rufe ihr nach: „Warum sollte ich denn nicht in Ordnung sein?! Aber vielen Dank.“ Sie schüttelt nur den Kopf und steigt in den Wagen.
Ich schlafe wieder ein, und wieder werde ich geweckt von einem Autofahrer, welcher sich über mich gebeugt hat. Der gleiche Vorgang wie zuvor wiederholt sich.
Diesmal schlafe ich aber nicht wieder ein, sondern stehe auf. Der Alkohol macht mir noch immer zu schaffen. Meine Stirn ist glühend heiß. Ich habe einen Sonnenbrand im Gesicht. Der durst nimmt stetig zu, obwohl er schon ein verdammt krasses Ausmaß angenommen hat.
Ich beschließe der Straße zu folgen, schließlich führen solch große Straßen immer zu einer Stadt. Ich will endlich wissen wo ich bin.
Ich gehe nicht am Straßenrad, nein, ich gehe mitten auf der Straße. Einige Autos hupen. Endlich! Eine Straßenabfahrt in Richtung Wunstorf. Ich gehe die Abfahrt hoch. Mein Gang ist verdammt müde. Ich bin erschöpft. Ein Auto hinter mir hält an. Die Fahrerin brüllt mich an, was denn mit mir los sei. „Willst du denn überfahren werden?“ - „Wer sollte mich denn überfahren?“ Ich lache. Allmählich fühle ich mich Wahnsinnig. Endlos lange unterwegs und noch lange nicht zu Hause.
Endlich kann ich die Bahngleise sehen. Ich kenne nun den Weg zur Wohnwelt. Ich gehe in einen Stichweg, weg von der großen Straße, weg von den vielen Autos.
An einem Zaun gelehnt steht ein Fahrrad. Es ist unangeschlossen. Ich nehme es einfach und fahre weg. Leider hatte das Ding einen Platten, was die Fahrt nicht sonderlich angenehm machte, aber immerhin war es schneller als zu Fuß zu gehen.
Vor der Wohnwelt sind junge Erwachsene und relaxen. Mich sahen sie an wie den Mann vom Mond. Zum Glück stand mein Fahrrad vom Vorabend noch da. Ich schließe es auf und fahre los. 700 Meter bis zur Wohnung meiner Mutter. Ich klingle, sie öffnet. Erschöpft setze ich mich hin. Ich gucke auf die Uhr und kann meinen Augen kaum glauben: Es ist 17 Uhr. Ich war fast 12 Stunden lang unterwegs und nun endlich konnte ich etwas trinken und essen.
Danach schlief ich wieder ein.
Resümé: Traue niemals fremden Leuten! Es könnten Arschficker sein.
Sonstiges: Die Sonne ist verdammt warm. Sie war sogar so warm, dass mein Gesicht verbrannt ist und ich nun an einem Sonnenstich leide. Außerdem ist meine Zungenspitze taub.
Ich werde nun schlafen gehen.
Unter weißen Wolken trafen wir uns schließlich bei einem Kirschbaum in voller Blüte.

Mütze
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