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Gewaltätige Medien in einer humanistischen (?) Gesellschaft
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Reply · Quote Daniel (Moderator) #1
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Subject: Bushido und seine Kumpel
http://gaywest.wordpress.com/2007/08/12/bushido-und-seine-…

Meinungen? Anmerkungen?
"Mmm... brunnenkress-ig"
Reply · Quote Jan #2
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Was aber kann man gegen diejenigen welche der Meinung sind, bestimmte andere Personen hätten lediglich einen Status als Untermenschen verdient, tun? Nicht besonders viel. Es wird immer wieder Individuen geben, die ihr Lebensglück daraus beziehen, andere als Stück Dreck zu bezeichnen und sie auch dementsprechend zu behandeln. Wenn sie zur Gewalt greifen, hat man sie wegzusperren. Wenn sie darüber reden, singen oder sich gerne anhören wie geil es wäre, Menschen Gewalt anzutun, sollte man ihnen die rote Karte zeigen und sie als das bezeichnen was sie sind: Perverse Vollidioten.



Nein  Das wort untermensch Kenne ich bereits und dabei assoziere ich die zeit als in deutschland das 3. Reich herrschte. Einfach mit den Menschen die diese texte für ernst oder richtig halten in ruhe reden um so deren eigene meinung zu erfahren. Das Stilmittel provokation ist ein "Freifahrtsschein" für alles, Doch provokation ist nur in dem maße tollerierbar solange sie den hörer zum  nachdenken über das gesagte bring.  Da musst du erstmal grenzen für die Provokation setzen und provokation setzt voraus  gewisse grenzen zum überschreiten und genau da ist das problem. Also vergleich wir das ganze mit dem EBM oder INDUSTRIAL  dort gibt es massig Lieder mit zitaten von hitlerreden Gewaltverherrlichende und ja teils auch sexistische ( aber eher weniger ) Texte aber ich glaube der unterschied liegt darin  wie es wahrgenommen wird und das ist genau das elementare woran ich vernünftig und unvernünftig unterscheide. Du kannst weder Feindflug noch trobing gristle Oder Dunkelwerk oder SITD verbieten. Nimm es einfach hin. Ich ignoriere soetwas einfach. Solange die menschen nicht nach den texten leben handeln und dran glauben, isses mir auch wurscht hauptsache die kaufen dass dann nicht original. Ach ich meine über bushido texte großartig debattieren und dann innerhalb des bekannten kreises Menschen haben die sogar ähnlich handeln.  :'(  Es wird echt traurig.
heterosexuelle scheisse ....

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Reply · Quote Spouk #3
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Das erhellenste was ich bisher zur Diskussion um bushido gelesen habe stammt aus einem interview mit dem Autor Günther Jakob.
 
Auf einer Ihrer Diskussionsveranstaltungen in der saarländischen Provinz sagte eine besorgte Mutter, sie wolle nicht zusehen, wie ihr Sohn zu menschenverachtenden Texten tanzt. Sollte die Mutter gelassener reagieren?

Diskussionsveranstaltungen zu dem Thema enden oft damit, dass eine Mutter oder ein Vater auftreten, die ihre Kinder vor »menschenverachtenden Texten« retten wollen. Mir fällt es oft schwer, ihnen nicht zu misstrauen. Die Dramaturgie ist einfach verdächtig. Der herzensgute Junge ohne einen bösen Gedanken wird von bösen Mäch­ten zu menschenverachtenden Tänzen animiert. Dabei weigert sich die Dame, nur eine Sekunde darüber nachzudenken, warum gerade ihr lieber Sohn Lust auf Menschenverachtung hat.

Und warum?

Naja, das wirklich nahe Liegende erwähnt diese Frau nicht: die tägliche Dressur ihres Jungen für eine Konkurrenzgesellschaft, in der der Sieg über die Konkurrenten oder gar der Wunsch nach deren Beseitigung und die Angst, selbst aus dem Weg geräumt zu werden, die Gedanken und Träume beherrscht. Diese Aggressivität wird in der Zivilisation meist schon im vorpolitischen Raum, also kulturell aus­agiert. Ganz vereinfacht gesagt: Es ist reak­tionär, die Ressentiments verbieten zu wollen, mit denen auf die Kluft zwischen Arm und Reich reagiert wird, und zu der Kluft selbst zu schweigen. Was bitte sagt denn diese Mutter dazu, dass in einer flächen­deckend mit Pornos ausgestatteten Gesellschaft ein Skandal entsteht, wenn Janet Jackson für fünf Sekunden ihren Busen zeigt? Da könnte sie sich fragen: Hat diese Heuchelei meinen Sohn zum – affirmativen – Klartext-Fan gemacht, also zum Bushido-Anhänger? Wieso können homophobe, sexistische, frauenfeindliche Rapper überhaupt tausende Jugendliche mobilisieren? Ist das denn nicht eine Folge des Backlashs nach ­libertären Versuchen?

das ganze Interview: http://www.jungle-world.com/seiten/2006/03/7027.php
Klar kannst Du Dich mal melden, halt nur nicht bei mir.
Und wer kann denn jetzt was wofür?
Zusammen eine Generation, denn was bleibt uns übrig.
Ich weiss, dass ihr wisst, dass ich es weiss.
Keine Ahnung, ob das beweist, dass es irgendwann besser wird.
Arroganz als beste Waffe.(But Alive)
Reply · Quote Jan #4
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Bushido rappt gegen Gewalt.

 
 
Unter dem Motto «Schau nicht weg!» riefen unter anderem auch Musiker wie Sarah Connor, Gentleman und LaFee sowie die Bands Monrose, US5 und Mia. zu einem gewaltfreien und friedlichen Start in das neue Schuljahr auf. Bushido selbst zeigte sich am Abend auf der Bühne direkt am Brandenburger Tor unbeeindruckt von der wochenlangen Kritik an seinen häufig von Gewalt geprägten Texten.
Zu Beginn der sechsstündigen Veranstaltung hatten Politiker sowie Lesben- und Schwulenvereinigungen eine Stunde lang gegen den Auftritt Bushidos protestiert. Unter den rund 50 Demonstranten war auch der Berliner Grünen-Politiker Özcan Mutlu. Wegen Sätzen wie «Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel» ist nach Ansicht der Demonstranten Bushido als «Botschafter gegen Gewalt» ungeeignet. Bei der Kundgebung mehrere hundert Meter von der Bühne entfernt wurden auch Fotos von verletzten Opfern schwulenfeindlicher Angriffe gezeigt. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wurden seit 2005 mehrere Alben des Rappers auf den Index gesetzt.
Bushido konterte die Kritik bei seinem Auftritt mit den Worten: «Es geht heute nicht um die Demonstration von den Schwulen gegen mich», sondern es gehe um das Thema Gewalt. Dieses Thema werde auch von den Politikern gern kleingeredet. «Auch in Sachsen ist Gewalt gegen Ausländer nicht okay», sagte der Deutsch-Tunesier mit Blick auf die ausländerfeindlichen Übergriffe im Ort Mügeln vor rund einer Woche.
Viele Politiker würden lieber auf den bösen Rapper Bushido schauen und schimpfen, als sich um rechtsextreme Umtriebe zu kümmern, kritisierte er. Dennoch gab der Rapper, der schon einige Male mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist, seinen jungen Fans eines mit auf den Weg: «Nehmt mich nicht als Vorbild.»
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Reply · Quote Hjalmar #5
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«Es geht heute nicht um die Demonstration von den Schwulen gegen mich»

danach hat er erst noch mal ein paar andere Bemerkungen über die Schwulen gemacht und zu dem Satz "Ey, aber ich hoffe ihr hattet euren Spaß bei der Demo" eine eindeutige Geste hinzugefügt.
Damit hat sich Bushido in gewisserweise in die Fussstapfen von Taake gestellt. Er hätte reinen Tisch machen können, hat sich aber in meinen Augen nur noch dämlicher verhalten
"Also ich finde ja insgeheim schon lange, das Hjalmar eine unverkennbare Ähnlichkeit mit Joda hat... Dieses kauzige!" ~ Dunja
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