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...ist was man braucht?
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Reply · Quote Daniel (Moderator) #1
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Subject: Was man bekommen kann...
Du arbeitest, du hast Geld. Aber was tust du damit? Überall um dich rum sind schöne Sachen, die du gerne haben möchtest. Ein Auto, den Apple-Computer, Fotokameras und teure Gitarren. Doch warum? Man braucht das alles doch gar nicht. Man fragt sich, ob es wirklich sinnvoll wäre sowas zu kaufen und das ist es nicht. Doch was soll ich sonst mit der Kohle tun. Nichts was ich damit kaufen könnte würde mich wirklich dauerhaft glücklich machen. Das ist doch alles nur Kram. Aber was würde mich dann glücklich machen?

Der Kapitalismus kann uns nicht wirklich das geben, was wir brauchen. Er bietet lediglich die Illusion. Nette Dinge von dene wir einen kurzen Moment lang glauben, wir bräuchten sie. Dem Kauf folgt nur kurze Freude. Danach ist alles beim Alten. Irgendwie erzeugt das eine Orientierungslosigkeit großen Ausmaßes. Vermutlich ist das das Problem vieler Jugendlicher heutzutage. Sie stürzen sich entweder in den maßlosen Konsum um die Glücksmomente möglichst lange anhalten zu lassen oder sie erkennen (vielleicht auch mangels Kapital) die Zwiespältigkeit daran.

Kein Wunder das solche Jugendliche nach Alternativen(-Szenen) suchen.


Ein Text, den ich am 08.09.2007 schrieb
"Mmm... brunnenkress-ig"
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Reply · Quote Daniel (Moderator) #2
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Manchen Menschen hat das Leben so zugesetzt, dass man sie nur noch mit Samthandschuhen anfassen darf. Ihre Zweifel und Ängste sind so dauerhaft präsent, dass sie ständiger Zuneigung und Fürsprache bedürfen. Pervers was diese “Gesellschaft” mit ihren “Teilnehmern” anstellen kann, wenn sie anders sind als die Anderen. Man muss einen Schutzwall aus differenten “Ichs” um die eigene Seele aufbauen. Das Problem dabei ist nur, dass man so schnell vergessen kann wer man wirklich ist.
Ein Text, den ich am 24.07.2007 schrieb
"Mmm... brunnenkress-ig"
Reply · Quote Hjalmar #3
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In reply to post #1
Quote by Daniel:
...Ein Auto, den Apple-Computer, Fotokameras und teure Gitarren. ....



Teure Gitarren und teure Verstärker brauch man, da billige scheiße klingen. Das nur neben bei, ich bin gerade viel zu angetrunken um irgendwas philsophischen oder überhaupt irgendetwas konstruktivies zu schreiben.
"Also ich finde ja insgeheim schon lange, das Hjalmar eine unverkennbare Ähnlichkeit mit Joda hat... Dieses kauzige!" ~ Dunja
Reply · Quote Spouk #4
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Anstatt die eigenen Bedürfnisse (Apple Computer, E-Gitarre die gut klingt etc.) zu verleugnen und deren bewusste Hervorrufung durch diese Gesellschaft ins Zentrum zu stellen würde ich dafür plädieren die generelle Unterordnung aller Bedürfnisse unter den Profit zu kritisieren. Die folgerichtige Konsequenz wäre dann die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und die Organisation der Wirtschaft nach vernünftigen und demokratischen Kriterien.

und Flaschen zerwirft man am besten auf Beton!

just my 2 cents
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This post was edited on 2007-11-18, 23:30 by Spouk.
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Reply · Quote Mütze #5
User title: mütze
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Die Sache der gerechten oder ".... der Wirtschaft nach vernünftigen und demokratischen Kriterien" hat nur einen großen Harken: 
Den Egoismus eines jeden Einzelnen.   Es gibt Leute, die haben ein soziales denken, berücksichtigen ihre Mitmenschen. Es gibt aber auch Leute, den geht das Allgemeinwohl am A vorbei.  Wie willst du denn da eine Einheit schaffen, die gerecht ist? Die Demokratie? Viele sind zu ungebildet, um dieses Recht überhaupt mit Verstand in Anspruch zu nehmen, denke ich.
Bildung ist der Weg des Brotes, ist der Weg zum Glück!      :)

(Ich befürchte gerade nur, das sich dieser Thread in eine Debatte der Rubrik Politik verwandelt; was wahrscheinlich weit entfernt von Daniels ursprünglichem Sinn ist.)

mfg Benni
Unter weißen Wolken trafen wir uns schließlich bei einem Kirschbaum in voller Blüte.
Reply · Quote Spouk #6
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2 grundsätzliche Einwände gegen das Egoismusargument vor dem Schlafen gehen...

1) Der Egoismus eines jeden Einzelnen ist überhaupt kein Grund gegen eine nach vernünftigen Kritierien ausgerichte Wirtschaft, ganz im Gegenteil ist es eher ein Argument dafür. Da ich (und 98,5% der restlichen Menscheit)  darunter leiden, dass der Kapitalismus nicht nach vernünftigen Zwecken ausgerichtet ist, habe ich aus meinem egoistischen Interesse heraus (nämlich dem ein angenehmeres Leben zu führen) das Bedürfnis den Kapitalismus aufzuheben. Egoismus, zumindest definiert als das Interesse an einem guten Leben für einen selbst, ist also ein Argument für die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und keines dagegen.

2)
Das Leute "ein soziales Denken haben" oder "ihnen das Allgemeinwohl am Arsch vorbeigeht" sind Aussagen über Einstellungen von Leuten innerhalb kapitalistisch-organisierter Gesellschaften in denen Konkurrenz und Eigennutz eine Grundforderung an ALLE ist. Wie sich Leute in diesem System verhalten,denken etc. hat überhaupt keinen Aussagewert dazu wie sie sich in einer nach anderen Kriterien organisierten Ökonomie verhalten würden. Es ist sogar schlichtweg unmöglich nachzuweisen ob die Menschen nun angeboren egoistisch sind (Was kein Problem wäre, siehe 1) oder nur gesellschaftlich zu Egoisten werden (was sich dann von selbst aufheben würde). Alle Aussagen darüber sind also rein hyptethischer Natur und von einer unbeweisbaren Hypothese lasse ich mich nicht überzeugen ein grundfalsches System gesellschaftlicher Organisation zu akzeptieren.
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Reply · Quote Eike #7
User title: <= Viel Spaß damit...
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Ich denke, man braucht einfach etwas zu tun, das einem Freude bereitet. Sei es glücklich damit zu sein, anderen (z.B. als Kellner) zu dienen, oder auf die Gesellschaft zu schimpfen und darin aufzugehen.
Das Deprimierendste ist ganz klar das Gefühl der Perspektiv-, und Sinnlosigkeit.

P.S.: Die UdSSR, die DDR, Kuba sind auch alle "kapitalistisch-organisierte(n) Gesellschaften", richtig?
Life is pleasant. Death is peaceful. It's the transition that's troublesome.
- Isaac Asimov -
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Reply · Quote Daniel (Moderator) #8
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Was ich damit ausdrücken wollte, war, dass man sein Glück nicht finden kann, indem man genau das tut, was die Gesellschaft von einem verlangt. Sie kann unser Überleben sichern aber nicht mehr. Dabei kann man von Glück sprechen, wenn man seine Prinzipien im Zuge dessen nicht aufgeben muss.
Da ergibt sich für mich folgendes Problem: Konzerne versuchen den Menschen das Gegenteil zu vermitteln. "Mit diesen Schuhe bist du glücklich." Aber was ist nun, wenn alle die diesen Botschaften des Konsums so bedingungslos folgten plötzlich feststellen, dass sie einer Fatamorgana gefolgt sind?
Vielleicht erklärt sich so die Tendenz zum Extremismus in unserer Gesellschaft?
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Reply · Quote Spouk #9
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In reply to post #7
Quote by Eike on 2007-11-21, 15:37:
P.S.: Die UdSSR, die DDR, Kuba sind auch alle "kapitalistisch-organisierte(n) Gesellschaften", richtig?

naja ganz so platt kann man das auch nicht sehen. Ich denke diese Gesellschaften müssen aus ihrer spezifischen historischen Entstehungsituation heraus untersucht werden. Würde die Oktoberrevolution zB durchaus positiv einschätzen, das was dann daraus geworden ist hat mit einem Kommunismus a la Marx allerdings tatsächlich sehr wenig zu tun.
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